PACKT FREIBURG AN? VORSCHLÄGE ZUR LÖSUNG DER WOHNRAUMMISERE

Besonders während der derzeitigen Sars-CoV-2-Pandemie treten die zahlreichen sozialen Probleme unserer Gesellschaft und unseres Wirtschaftssysstems noch stärker zu Tage, als sonst auch schon. Sei es der Mangel an Krankenhaus- und Intensivstationsbetten und zu wenig Pfleger*innen aufgrund eines kaputt gesparten Gesundheitssystems, welches krampfhaft Gewinn abwerfen muss. Sowie die mangelnde Versorgung mit medizinischen Gütern oder im besonderen der Raum zum Leben, dessen Fehlen gerade wenn mensch eigentlich zu Hause bleiben möchte, sollte oder auch muss, besonders spürbar und sichtbar wird. Diese Kritik am Umgang der Staaten und Regierungen mit der Coronapandemie sind wichtig und treffen ins Schwarze. Doch leider sind wir schon mittendrin in der Pandemie und für reine Kritik ist keine Zeit mehr. Allerdings ließen sich einige der Probleme auch jetzt anpacken, die Voraussetzungen wären geschaffen und Lösungen greifbar nah.

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Housing Action Day 2020

Hotelbetten denen, die sie brauchen!

Green City Hotel in Freiburg, Vauban zu Wohnraum umgestalten! Um in der Coronakrise Quarantäneorte für Menschen, die keine haben, zu schaffen, fordern wir potentiellen Wohnraum, auch leerstehende Hotels dafür zu nutzen

Ferienwohnungen denen, die sie brauchen!

Michael Wagners Firma Freiburg Appartements besitzt zahlreiche Ferienwohungen in Freiburg, unter anderem am Fahnenberplatz, in Vauban das Vau7 und wie die Fotos zeigen, in der Mozartstrasse.

Charmante Wohnung in Freiburg! Ferienwohnungen für Menschen, die sie brauchen öffnen und die Zweckentfremdung stoppen! 

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Eine Reflektion zu den Squatting Days in Freiburg

Ja, in Freiburg ist es wieder ruhig. Statt Ausnahmezustand parken Vonovia Autos wieder ganz ungeniert an alter Stelle und das Gefühl von polizeilicher Besatzung der Stadt ist längst auf ein ’normales’ Niveau zurückgekehrt. Während in den Parks die Einsatzhundertschaft Jagd auf Menschen in Racial Profiling Kontrollen macht, gehen die Freiburger Bürger*innen fröhlich in der City bummeln. Kaum waren die Krawalltouris wieder abgereist, kehrte die Freiburger Szene in ihr beschauliches Plenieren zurück. Nur einige wenige kämpfen weiterhin mit der Uneinschätzbarkeit des Staatsapparates. Und dann brannte da doch wieder ein Vonovia Auto einige Wochen später und es scheint, es wurde sich zu früh gefreut über die Ruhe im Green City Paradies.

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Auf die Straße am 28. März 2020 !

Europaweiter Recht auf Stadt Aktionstag

Wohnen für Menschen statt für Profite! – Freiburger Aufruf zur Beteiligung am Housing Action Day am 28. März 2020

ab 10:30 Uhr Infostände zum Thema Wohnen, Miete & Widerstand auf dem Markt in Freiburg-Weingarten (Fritz-Schieler-Platz)
ab 14:00 Uhr mietpolitischer Protestspaziergang durch Freiburg-Weingarten
(Start: Fritz-Schieler-Platz) ab 16:00 Uhr Abschlusskundgebung & Konzert (Grünanlage hinter dem EKZ)

hier gehts zum Aufruf und zum Flyer:

Aufruf Housing Action Day 28. März 2020

Flyer_Freiburg

Solikneipe für die Repressionskosten der Besetzung VilLA 54 | Adlerstraße 2 | 20.00 Uhr | 28. Februar 2020

[English below]

Die vilLA54 war der Versuch sich einen neuen feministischen, herrschaftsfreien Raum anzueignen. Im September 2019 fanden in Berlin die „Tu-Mal-Wat Aktionstage“ statt. Es wurde zu vielfältigen Veranstaltungen und Aktionen rund um die Wohnraumthematik aufgerufen. Eine Gruppe von Menschen nutzte die Gelegenheit und besetzte ein leerstehendes Gebäude auf einem ehemaligen Brauerei Gelände in der Landsberger Allee, welches nicht ohne Grund VilLA 54 genannt wurde. Einen luxuriösen Anschein sollen eine breite Treppe, Parkettböden und Stuck in den zahlreichen Räumen der beiden
Stockwerke gemacht haben. Doch der siebenjährige Leerstand hat seine Spuren hinterlassen und der Verfall setzt sich immer weiter fort. Vor noch acht Jahren wurde das Gebäude von dem Künstler*innenkollektiv LA 54 genutzt, welches mit der Begründung des sanierungsbedürftigen Zustandes von dort verdrängt wurde. Heute ist das Gebäude im Besitz der Patzendorfer GmbH, ein Teil der Investa, und steht wieder leer. Investa? Genau, dieselben Akteur*innen der Verdrängung, die in der Rummelsburger Bucht Luxusbauten errichten wollen. Diese wollen nun das Gebäude sanieren, um es zukünftig für Büroräume, Coworking-Spaces und Showrooms nutzen zu können.
Die Pläne der Besetzer*innen, die überwiegend FLINT*-Menschen sind, sahen anders aus. Das Haus sollte vor allem als Schutzraum für Menschen marginalisierter Gruppen fungieren. Eine konkrete Maßnahme um einen Safer Space für FLINT*-Personen zu schaffen, war die Idee, die obere Etage frei von cis Männern¹ zu gestalten. Aber auch für weitere Konzepte sollte der Raum offen sein. Ebenfalls richtete sich die Besetzung gegen Leerstand, Gentrifizierung und Verdrängung. Durch Transparente war zu erkennen, dass sich die Besetzer*innen mit der von Räumung bedrohten anarcha-queerfeministischen Liebig34 und dem Hambacher Forst solidarisierten.
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Vorträge über Freiburger Hausbesetzungen im Osten

Solidarische Unterstützer*innen der WG informieren auch über die Freiburger Stadtgrenzen hinaus über die bisherigen Hausbesetzungen, Aktionen und die folgende Repression.

Freiburger Hausbesetzungen: zwischen Aktion und Repression.
Freiburg war in den 80ern einer der Hotspots der Hausbesetzungen. Die Besetzungen der letzten Jahre wurden, bis auf ein bis heute besetztes kleines Gebäude mitten in der Stadt, immer relativ schnell geräumt. Auch dem Kampf um selbstbestimmte Freiräume und Wagenplätze wurde von Seiten der Stadt ein Stein nach dem anderen in den Weg gelegt.
Der grüne Anschein den Freiburg hat, ist trügerisch.Freiburg ist eine der teuersten Städte in der BRD. Um diesem Problem mit direkten Aktionsformen zu begegnen, gründete sich Ende 2018 die Besetzungs-Kampagne „Die WG“ (Wohnraum Gestalten)
Seit dem wurden in Freiburg immer wieder Häuser besetzt, mit anderen Wohnraum- Gruppen zusammen gearbeitet, diverse Aktionsformen ausprobiert und im Oktober 2019 die Squatting-Days veranstaltet. Um bei alledem aber nicht den Überblick zu verlieren kommen ein paar Menschen aus Freiburg, um von ihren lokalen Wohnraumkämpfen zu berichten.

Die Vorträge finden hier statt:

24.02 19h Libertärer Kiezladen Connewitz in Leipzig
25.02 18h Malobeo in Dresden
26.02 18h AZ Conni in Dresden
27.02 20h Galle in Halle
28.02 18h Liebig 34 in Berlin
29.02 18h Potse in Berlin

Unerwünschte Flyer und Marsianer*innen auf der ImmoMesse

Am Samstag den 15. Februar 2020 fand in der Messe Freiburg die Immobilienmesse „Immo“ statt.
Dabei präsentierten sich die Profiteur*innen der Spekulation mit Wohnraum. Vertreten waren unter anderem Makler*innen- und Immobilienbüros, Bauträger, Finanzinstitutionen und Versicherungen, Wohnungsgesellschaften und -unternehmen. Auch die Polizei informiert über den Schutz des Eigenheimes. Das Klientel spricht für sich. Hier gibt es einen Vortrag zu Investitionsmöglichkeiten, dort einen netten Plausch im schicken Anzug.

Eine Gruppe junger Menschen wollte jedoch diese Selbstbeweihräucherung der Besitzenden und ihrer Verwalter*innen nicht ungestört geschehen lassen. „Die Wohnraumthematik geht uns alle an. Während Menschen auf der Straße leben müssen oder horrende Mieten zahlen, spekulieren andere Menschen mit diesem Grundgut. Die Immobilienmesse vernetzt diese Menschen und erzeugt das Trugbild, dass dieser Zustand des Besitzens für alle Menschen erreichbar sei. Diese Chancengleichheit sehen wir allerdings in einem gegenwärtigen kapitalistischen System nicht gegeben. Deshalb wollen auf der Immobilienmesse auch an die Menschen erinnern, die nicht im Anzug und Kleid dort vertreten sein können, weil sie nicht das Glück haben zu den wenigen Besitzenden zu gehören“, so eine Aktivistin der Gruppe.

Schlagartig tauchten nach dem Erscheinen einiger junger Menschen in schicken Klamotten Flyer des Startups „Wohnraum gentrifizieren“ in anderen Broschüren auf. Diese Flyer informierten mit dem Titel „Immobilie? Und jetzt?“ und „Wie beseitige ich Investitionsrisiken?“ über den besten Weg zur Mieter*innenverdrängung und Gentrifizierung, ganz im Sinne der Messe. Die Organisator*innen nahmen dies allerdings anders wahr und machten sich an die Enttarnung der Aktivist*innen, die ihnen jedoch nur teils gelang. (1)

Nur wenig später erschien eine Gruppe vom Mars, deren Raumschiff in der Nähe notgelandet war und die einen Beitrag für „Mars TV“ über den, für sie fremden Planeten, Erde produzieren wollten. Jedoch hatten die Marsianer*innen mit der abweisenden Haltung der „Erdlinge“ zu kämpfen. Dennoch gelangen dem Fernsehteam einige Interviews. Auch hier zeigten die Organisator*innen der Messe wenig Verständnis für das Interesse des „Mars TV“ für die Lage auf der Erde. Für die Marsianer*innen waren die Grundprinzipen des Wohnungsmarktes auf der Erde unvorstellbar. Sie waren schockiert, dass Menschen auf der Straße leben müssen, während andere mehrere „Behausungen“ besitzen. Auch schien ihnen die Ignoranz mit der Menschen anderen Lebewesen auf der Erde den Platz nehmen als unvorstellbar. Laut ihrer Aussage „leben alle Lebewesen auf dem Mars gemeinsam und kennen kein Eigentum. Keine Lebewesen muss draußen leben, wenn es das nicht will.“ Auch die Passant*innen und Besucher*innen der Messe konnten den außerirdischen Besucher*innen nicht wirklich erklären, warum die Verhältnisse auf der Erde so sind wie sie sind. Stattdessen hieß es, die Politik auf der Erde wäre nun mal kompliziert. „Wir hoffen bald einen Einblick in das Filmaterial des Mars TV zu bekommen“, so die Aktivistin weiter.

(1) Flyer:

Rückblick auf die Squatting Days 2019 aus Sicht der Antirepressionsgruppe

Zwischen dem 18. und dem 29. Oktober 2019 fanden in Freiburg im Breisgau die Squatting Days statt. Eine Aktionswoche rund um Häuserkämpfe mit einem Aufruf zu dezentralen autonomen Aktionen und einer DIY-Organisierung der Aktionsinfrastruktur. Zusammen mit anderen parallel stattfindenden Veranstaltungen und Aktionen gab es für die Tage als Infrastruktur unter anderem eine KüFa, ein EA-Telefon, Infopunkt, GeSa-Support, Out of Action, Awareness, Anti-Rep- und Anti-Knast-Struktur und Workshops zur Vorbereitung auf Aktionen und zum Umgang mit Repression. Wir wollen nun, nachdem einige Zeit vergangen ist und wir Zeit zur Nachbereitung und Reflektion hatten, unsere Perspektive auf die Aktionstage aus Sicht der Antirepressionsgruppe geben. Im Folgenden wollen wir einen Überblick über die Tage und die erfolgte Repression geben, einen Blick auf das Vorgehen der Verfolgungsbehörden werfen und unsere Strukturen vorstellen und zuletzt eine vorläufige Bilanz ziehen.

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Solidarität mit der gerazzten Lu15!

Exemplarisch: Solifoto einiger Autonomer am Tag nach der Razzia gegen die LU15 von indymedia

Exemplarisch: Solifoto einiger Autonomer am Tag nach der Razzia gegen die LU15 von indymedia

 

Am 04. Februar wurde das aus der Besetzung entstandene Hausprojekt Lu15 in Tübingen von 70 Polizist_innen in Kampfmontur martialisch gestürmt. Vorwand war die Festnahme einer in der Lu15 lebenden Gefährt_in wegen dem Vorwurf der „versuchten Sachbeschädigung“. Dem vorangegangen war die bundesweite Hetze gegen Linke und auch in Tübingen nachdem die Lokalpresse immer wieder über widerständige Aktionen der letzten Wochen unter dem Titel „Anschlagsserie“ berichtete und den Diskurs um den ‚gemeingefährlichen Terror der Linken“ ähnlich wie in Leipzig in kleinerem Maßstab aufmachte.

Fröhlich unterstützt von Tübingens allseits bekanntem Lieblingshetzer Boris Palmer. Es fehlte eigentlich nur noch der berühmtberüchtigte Terror-Einkaufswagen.

Als dann 70 vermummte Polizist_innen das Haus stürmten und die Bewohner_innen angriffen, zeigten sich mal wieder die vermummten Gewaltbereiten von ihrer besten Seite. Neben der eigentlichen Razzia wurden die Festgenommenen 17 Stunden unter menschenunwürdigen Bedingungen in Polizeigewahrsam gehalten, weitere linke Orte wie das Autonome Zentrum Zelle in Reutlingen und weitere Hausprojekte während der Razzia polizeilich überwacht und die Antirepressionssponti mit großem Polizeiaufgebot einschüchternd begleitet. Die Lu15 ist immer wieder von staatlicher Repression betroffen, so wurde das Projekt zum Beispiel zusammen mit einerm weiteren Hausprojekt, der Schellingstraße 6, 2016 von der Polizei illegal videoüberwacht (https://meldestelle.mtmedia.org/).
Die Lu15 schrieb zur Razzia „: „Unsere Rechte wurden – wie wir es nicht anders von diesem Staat erwarten – mit Füßen getreten und das alles wegen des Vorwurfs einer versuchten Sachbeschädigung. 
Wir alle wurden durch diese Machtdemonstration des Staates abrupt aus unserem Alltag gerissen und werden noch einige Zeit brauchen, um die Geschehnisse zu verarbeiten. Dennoch lassen wir uns nicht  
einschüchtern und stehen weiterhin für ein besseres Leben für alle ein.“
Diese Polizeiaktion war ein ein klarer Angriff auf widerständige Strukturen in Tübingen und richtet sich gegen uns alle, die sich gegen zu hohe Mieten, für Freiräume, eine buntere Stadt und gegen die kapitalistische Verwertung unserer Leben zur wehr setzen.
Wir schicken solidarische kämpferische Grüße an die Lu15 und die von Repression Betroffenen in Tübingen – Wir stehen an eurer Seite!
diewg

Zum Reinhören ins neue Album von Paul Geigerzähler:

https://geigerzaehler.bandcamp.com/album/deutscher-wald-f-r-deutsche-rehe

Pressemitteilung zu den Gerichtsprozessen im Zuge der Besetzung der Guntramstraße 44

Im Dezember 2018 wurde die Guntramstraße 44 im Stühlinger besetzt. Im Zuge der Hausbesetzung  wurden neun solidarische Menschen festgenommen und erhielten eine Anklage wegen Hausfriedensbruch. Nun hat ein Teil der Gerichtsprozesse stattgefunden, die meisten sind aber schon wieder abgesagt.

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Eigentümer nimmt Strafantrag zurück

Heute morgen um 9.00 Uhr sollte der dritte Prozess wegen der Besetzung der Guntramstraße 44 im Amtsgericht Freiburg stattfinden. Es hieß dann der Prozess falle aus und später erfuhren die Supporter*innen, sowie der Angeklagte, über die Anwältin, dass der Eigentümer Bertram Feil den Strafantrag zurückgezogen hätte.

Diese Nachricht erfreut uns sehr! Ob Prozess oder nicht: Besetzen bleibt legitim!

Häuserkampf-Sprechstunde & Konzert am 12.02

Konzert mit Geigerzähler und Sprechstunde für Interressierte und Betroffene der Repression der Hausbesetzungen in Freiburg

Begleitend zu den Hausbesetzungen in Freiburg unterstützt die „Squat Freiburg Antirep“-Gruppe bei Problemen mit Repression, nun auch einmal monatlich bei der Häuserkampfsprechstunde.

Betroffene von Repression, Aktive und Unterstützer*innen, die sich mit den Hausbetzungen in Freiburg solidarisieren, sind willkommen vorbeizukommen und sich zu vernetzen.

Wir Informieren über das, was bisher geschah und wo es gerade Hilfe braucht, vernetzen euch mit anderen Betroffenen,  unterstützen euch bei Prozessen zum Beispiel im Schreiben einer Pressemitteilung oder vermitteln euch an weitere Antirepressionstrukturen (Ermittlungsausschuss (EA, jeden Montag 19-20 Uhr in der KTS) & Rote Hilfe) und Anwält*innen in Freiburg. Außerdem können wir die Prozesstage unterstützen und uns um Organisatorisches kümmern. Dies ist jedoch keine Rechtsberatung!

Diesen Monat findet die Häuserkampf Sprechstunde am 12.02 ab 19:00 Uhr in der KTS satt.

Im Anschluss  an die erste Häuserkampfsprechstunde gibt es um 21:00  noch einen gemütlichen Soli-Kneipenabend zugunsten der Antirepressionskasse bei Hausbesetzungen samt Konzert! Repressionskosten sind teuer, teuer, teuer, deshalb nehmen wir gerne Geld für den guten Zweck an!

Geigerzähler aus Berlin beschallt melodiös die KTS mit Gesang und Geige.

Häuser besetzen bleibt weiterhin legitim und notwendig! Niemensch wird alleine gelassen! Solidarität ist unsere Waffe!

Gibt es noch weitere Fragen? Oder ihr seid interressiert, könnt aber nicht kommen: Schreibt gerne eine Mail an squatfreiburg_antirep@ungehorsam.ch (PGP)

Spendenaufruf für die angeklagten Hausbesetzer*innen

Spendenaufruf von der Roten Hilfe OG Freiburg

Im letzten Jahr wurden von der Kampagne WG (Wohnraum gestalten) eine Reihe leerstehender Häuser in Freiburg besetzt. Die Gründe des Leerstandes waren vielfältig und reichten von der Entmietung und Verdrängung der alten Bewohner*innen über Leerstand von kommunalen & landeseigenen Immobilien bis zum jahrelangen Leerstand durch Privatvermieter*innen bei gleichzeitigem Wohnraummangel in der ganzen Stadt.

Die aufsehenerregenden Besetzungen erzeugten ein großes Echo in der Kommunalpolitik, aber auch eine Welle von Repressalien seitens der Staatsmacht. Eine größere Zahl von Aktivist*innen sieht sich aktuell Strafbefehlen und Prozessen aufgrund von Hausfriedensbruch und anderer mit den Besetzungen in Zusammenhang stehender Delikte konfrontiert. Diese Kriminalisierung von politischen Aktionen soll einerseits die Aktionen an sich als unpolitisch & „kriminell“ darstellen, andererseits die betroffenen Aktivist*innen von weiterem politischen Engagement abhalten und „Nachahmungstäter“ abschrecken.

Die Strafbefehle und Prozesse sind ein klarer Fall von Klassenjustiz: Nicht die Profiteure von Entmietung & Leerstand werden angegangen, sondern diejenigen welche gegen diese Unterdrückung kämpfen!

Um diesen staatlichen Angriff abzuwehren sind die Hausbesetzer*innen auf eure Solidarität angewiesen: Die Prozesse und Strafen kosten eine Menge Geld, deshalb sammelt Spenden, organisiert Solidaritätsaktionen und begleitet die Prozesse!

Spendenkonto:

Inhaber: Rote Hilfe OG Freiburg
IBAN: DE47 4306 0967 4007 2383 64
BIC: GENODEM1GLS
Verwendungszweck: squatfreiburg

Unsere Solidarität gegen ihre Repression!

Mitteilung der Roten Hilfe zum Prozess wegen der Guntramstraßenbesetzung

*Amtsgericht Freiburg verurteilt Aktivisten zu 35 Arbeitsstunden wegen “Hausfriedensbruch”*

Am 03.12. fand am Amtsgericht Freiburg unter Ausschluss der Öffentlichkeit die erste Verhandlung zur Besetzung in der Guntramstraße 44 im Dezember 2018 statt. Dem Aktivisten wurde Hausfriedensbruch vorgeworfen und er wurde zu 35 Arbeitsstunden verurteilt.

Die Besetzung war eine Reaktion auf die Entmietung aller Mieter*innen in der Guntramstraße 44 durch den Eigentümer Bertram Feil. Dieser stellte allen Mieter*innen den Strom ab und kündigte ihnen wegen angeblichem Eigenbedarf. Aktuell wohnt aber nicht der Eigentümer im Haus, sondern neue Mieter*innen – zu stark angestiegenen Mieten. Die Aktion richtete sich auch gegen das Privateigentum an Immobilien im Allgemeinen. Der Prozess wurde durch viele Aktivist*innen begleitet.

Erst kurz vordem Prozess wurde klar, dass dieser unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden würde. Begründet wurde dies mit der Minderjährigkeit des Angeklagten zum Tatzeitpunkt. Einige Unterstützer*innen die daraufhin im Gerichtsgebäude warten wollten, weil es davor eiskalt war, wurden unsanft von zwei Justizbeamten nach draußen geschubst. Die staatlichen Diener*innen scheinen kein Interesse an kritischer Begleitung des Prozess zu haben. Die vor dem Gerichtsgebäude Wartenden brachten ihre Botschaft durch Banner zum Ausdruck und wurden dabei permanent vom Staatsschutz beobachtet.

Der Prozess selbst bestand aus Angaben zur Person des Angeklagten, in der er politisch Stellung bezog und seine Tat einordnete. Dabei machte der Aktivist klar, dass er die Aktion für politisch notwendig hält und weiterhin hinter dieser steht. Die Staatsanwaltschaft ließ in ihrem Plädoyer den politischen Charakter des Prozesses und der Repression klar erkennbar werden und verbrachte viel Zeit um über andere politische Aktionen zu sprechen, die mit der Tat selbst nichts zu tun hatten, beispielsweise über die Autonomen Kulturtage des autonomen Zentrums „KTS“. Sie lehnte eine Einstellung des Verfahrens gegen Auflagen ab. Hier zeigt sich das Repression eben nicht nur Einzelne für vermeintlich begangene Taten, sondern die linke Bewegung als Ganze treffen soll.

Die von der Staatsanwaltschaft geforderten 80 Arbeitsstunden empfand Richterin Mattern für zu viel und verurteilte den Beschuldigten schließlich zu 35 Stunden. Aber auch 35 Stunden sind zu viel für legitimen Aktivismus. Die Richterin selbst erkannte zwar, dass ihre Strafe moralisch falsch sei, blieb aber gleichzeitig dabei, dass sie nun mal geltendes Recht durchzusetzen habe. Auch hier zeigt sich wie Klassenjustiz funktioniert: Nicht über die bestehenden Eigentums- und Herrschaftsverhältnisse wird debattiert, sondern rein nach bestehender Gesetzeslage entschieden – nach Gesetzen die diese ungerechte Ordnung festschreiben und die besitzende Klasse protegieren.

Für uns bleibt daher Solidarität weiterhin eine Waffe gegen die Klassenjustiz. Die bestehenden Eigentumsverhältnisse sind in Frage zu stellen: Wir bleiben bei der Forderung, dass die Häuser denen gehören sollen, die darin wohnen. Besetzungen bleiben – besonders in Zeiten von Wohnungsnot und Verdrängung – notwendig und legitim.

Rote Hilfe OG Freiburg

Besetzen bleibt weiterhin legitim und notwendig – Mitteilung zum Prozess wegen der Guntramstraße 44

Fast auf den Tag genau ist es jetzt ein Jahr her, dass wir uns, mit der Besetzung der Guntramstraße 44, aktiv in das politische Treiben dieser Stadt einmischten und eine Besetzungs-Kampagne ins Leben riefen. Ein Jahr in dem viele Türchen geöffnet wurden und es geschafft wurde viele Missstände der kommunalen Wohnraumpolitik aus dem Dunklen ans Licht zu holen.

Jetzt, ein Jahr später, steht der erste Prozess wegen „Hausfriedensbruch“ im Rahmen der WG-Kampagne an und es werden weitere folgen. Damals wurde das  wegen angeblichen Eigenbedarf entmietete Haus in den frühen Morgenstunden besetzt.

Gegen 16 Uhr kam es dann nach zehn Stunden ohne Räumungsaufforderung, Ankündigung, oder Kontaktaufnahmen mit unserem Polizeikontakt-Telefon durch Cops mit Helm und Schild durch Tritte, Würgegriffe und Schubser zur Räumung, bei der acht Personen festgenommen wurden.

Während die Cops im letzten Jahr Haus um Haus räumten und dabei nicht gerade zimperlich gegen uns vorgingen, sieht mensch, dass diese Stadt eine Stadt der Reichen für die Reichen ist. Dies zeigt sich wenn die Politik nicht in der Lage ist gegen Entmietung, Zweckentfremdung und Leerstand sinnvoll und nachhaltig vorzugehen, sondern stattdessen die mit Strafen belegen will, die auf diese Missstände hinweisen.

So liegt das Bußgeld für Zweckentfremdung in Freiburg weiterhin bei 50.000€ und nicht wie in Hamburg bei 500.000€ und auch Mietpreisbremsen und Leerstandskataster werden nichts an den Verhältnissen in dieser Stadt ändern. So wurde zum Beispiel in der Guntramstraße 44 durch den Eigentümer Bertram Feil mitlerweile luxussaniertund es leben neue Mieter*innen im Haus, was definitiv kein Eigenbedarf, sondern theoretisch strafbar ist, war diese Eigenbedarfakündigung doch der Grund für die Entmietung, welche von Bertram Feil noch durch abscheuliche Methoden, wie Teile des Hauses mit Kameras zu überwachen, Abschalten von Strom und Internet, oder Ausbau einer Gasheizung im Winter, unterstützt wurde und dies die ehemaligen Mietparteien,  darunter auch Familien mit mehreren Kindern, zum Auszug zwang. Genau so funktioniert Gentrifizierung und Verdrängung, genauso funktioniert eine „grüne Clean-City“ der Reichen.

Wir sind solidarisch mit denen, die von Verdrängung und Repression getroffen werden, denn es trifft einige, aber gemeint sind wir alle.

Seien es die Leute, die Stress mit ihren Vermieter*innen haben, oder die, welchedurch politische Aktionen Probleme in den Fokus rücken und dafür mit Konsequenzen rechnen müssen.

Wir halten es auch weiterhin für legitim und notwendig ein Recht auf Stadt zu fordern, Häuser zu besetzen, Utopien zu leben und den öffentlichen Diskurs mitzugestalten. Dabei finden wir es legitim Gesetze zu brechen und Eigentumsverhältnisse in Frage zu stellen, denn die Häuser sollten denen gehören, die darin wohnen.

Hohe Mieten harte Zeiten – für die Selbstverwaltung fighten!

Besetzen bleibt weiter legitim!

Prozesstermin am 3. Dez 2019

Aufruf von der Roten Hilfe Freiburg ( tacker)

Aufruf zur solidarischen Prozessbegleitung: Prozess wegen Hausbesetzung am 3. Dezember

3. Dezember 2019 | 10:00 Uhr | Kundgebung ab 9:30 Uhr | Amtsgericht Freiburg (Holzmarkt 2) Sitzungssaal 8

Nach mehreren Verschiebungen findet am 3. Dezember ein Prozess gegen einen Aktivisten wegen einer Hausbesetzung in der Guntramstraße 44 (im Dezember 2018) vor dem Amtsgericht Freiburg statt. Dem Aktivisten wird Hausfriedensbruch vorgeworfen. Die Rote Hilfe OG Freiburg ruft zur solidarischen Teilnahme am Prozess auf.

Die Besetzung der Guntramstraße 44 war eine Reaktion auf die Entmietung aller ehemals dort wohnenden Mieter*innen durch den neuen Eigentümer Bertram Feil – einem in Zürich wohnhaften Arzt. Dieser stellte den ehemaligen Mieter*innen den Strom ab, erhöhte die Mieten stark und Kündigte allen im Haus verbliebenen Mieter*innen am Ende wegen angeblichem Eigenbedarf an allen Wohnungen. Die Besetzung sollte diese Verdrängung öffentlich skandalisieren.

Zusätzlich wurde auch der Fakt thematisiert, dass es trotz akuter Wohnungsnot und horrenden Mietpreisen in Freiburg immer noch Leerstand gibt.

Und zu guter Letzt zielte die Aktion auch auf eine Kritik des Privateigentums an Immobilien insgesamt ab. Durch ihr zufälliges Privileg der Klasse der Hausbesitzer*innen anzugehören, können diese den Mieter*innen jeden Monat einen großen Teil ihres Lohnes abnehmen, selbst wenn die Häuser durch die teilweise jahrzehntelangen Mietzahlungen schon längst abgezahlt sind.

Unterstützt den Aktivisten! Die Häuser denen, die drin wohnen!

Squatting-Days in Freiburg: 10 Tage Jubel, Trouble und Ungehorsam

PM “Wohnraum Gestalten” 29.10.2019:

Squatting-Days in Freiburg: 10 Tage Jubel, Trouble und Ungehorsam

Am heutigen Dienstag gehen die Squatting-Days mit letzten Aktionen und Protesten zu Ende. Zeit für ein vorläufiges Fazit, bei dem Erreichtes, Mängel und die Frage der Gewalt im Mittelpunkt stehen. Dutzende Gruppen aus fast einem Dutzend Ländern haben sich an den Aktionstagen beteiligt, das 25-jährige Bestehen der KTS zelebriert, sich vernetzt und autonome „Do-it-yourself-Kulturtage“ vom Feinsten gefeiert. Die Aktionen der vergangenen Tage haben die Wohnraum- und Eigentumsfrage erneut in den Mittelpunkt der politischen Debatte gerückt.

Autos brennen und ihr schreibt?

Brennend interessierten sich die Medien infolge einiger Sachbeschädigungen im Stadtgebiet an der Frage dieser angeblichen „Gewalt“ gegen Akteure von Verdrängung und Krieg. Wir halten nichts davon, ein irrationales Schreckensszenario zu zeichnen mit denen die Reaktionären dem Ruf der „WG (Wohnraum Gestalten)“ und ihrer „Squatting Days“, der „Autonomen Kulturwoche“ oder dem „Kulturtreff in Selbstverwaltung (KTS)“ zu schaden versuchen. Vielmehr sollte die Öffentlichkeit versuchen, die Gründe solcher Aktionen zu begreifen und sich einer differenzierten Betrachtung der Ursachen widmen. Wir sehen Sachbeschädigungen nicht als eine besonders spektakuläre Kategorie, wenn diese als Reaktion auf Verdrängung, Wohnungsnot, alltäglichen Rassismus, patriarchale Gewalten, Krieg und Gefangenschaft geschehen.

Objektiv gewaltsam waren dieser Tage jedenfalls die Polizeieinsätze: Räumungen durch das baden-württembergische Spezialeinsatzkommando (SEK), nötigende Verhöre jugendlicher Besetzer*innen und prügelnde Polizisten auf den Straßen und auf der Wache. Die Repression gegen linke Bewegungen und Initiativen nimmt auch in dieser Stadt zu. Naheliegend ist daher auch unsere Beteiligung an den Protesten gegen neue und alte Polizeigesetze der #NoPolGBW-Kampagne, sowie die sogenannte „Sicherheitspartnerschaft“, kommunale Vollzugsdienste und drohende Ausweitung von Videoüberwachung. Auch liegt unsere praktische Solidarisierung mit den sozialen Kämpfen gegen autoritäre Unterdrückung in Chile und Syrien nahe, wo Repression ebenfalls eine andere Kategorie erreicht. Es ist dieser Tage gelungen viele Themen miteinander zu verknüpfen, auch wenn der Kampf gegen Gentrifizierung und Leerstand hier und anderswo als “WG” unser zentrales Anliegen ist und bleibt.

Do-it-together: Autonome Politik verteidigen!

„Die Squatting-Days waren eine vielfältige, anstrengende und bereichernde Zeit“, erklärt Hausbesetzerin Yana Wendlinger.

„Zwar haben wir in diesen Tagen keinen neuen Raum erkämpft und die Kriminalisierung der Proteste gegen Leerstand, Spekulation und unsolidarische Verhältnisse hat sich gesteigert. Doch wir beenden die Saison mit neuer Motivation und Tatendrang – der intersektionale Widerstand gegen das System von Eigentum, Verdrängung und Krieg wird in den kommenden Monaten weiter an Fahrt gewinnen“, versichert die Besetzerin.

Die Besetzungen der vergangenen Tage geben einen beispielhaften Einblick in die Absurdität eines Marktes, in dem weder der Staat noch vermögende Bürger*innen ihrer sozialen Verantwortung nachkommen. „Wir sehen nicht nur individuelles Verschulden, sondern eine Misere mit System und fordern realistischerweise das Unmögliche: Wohnraum darf keine Ware sein!“, sagt dazu Julian Kuhfüssler von den Squatting-Days.

Besetzen, Gestalten – das nächste mal Halten!

Die Besetzungen der alten Fahrrad-Polizeiwache konnte Zweckentfremdung durch das Land Baden-Württemberg und das Amt für Vermögensverwaltung skandalisieren. Die Besetzung in Weingarten zeigte die Absurdität jahrelangem Leerstandes von Privateigentümer*innen, der natürlich die Mietspirale ankurbelt. In der Kronenstraße konnte das Beispiel vermeintlicher Eigenbedarfskündigungen von Luxusvillen wie bereits in der Guntramstraße demonstriert werden. Zahllose weitere Absurditäten, wie die noch immer brach liegenden und vor einem Jahrzehnt zerstörten Gebäude der Post am Baslertor oder etwa der Goethestraße 2 an der Kronenbrücke; Zweckentfremdung durch Stadt (Schwarzwaldstraße 31), Land

(Fehrenbachallee) und Kirche (Kartäuserstraße 64b) und die Etablierung von Verdrängungsfirmen wie etwa Vonovia steigern unsere Wut täglich.

„Zurzeit könnten ohne Probleme Hunderte Menschen den Freiburger Leerstand bewohnen. Dass die Leerstandsquote mit 1 zu 200 gering sei, ist kein Trost,wenn Hunderte Menschen zugunsten der Spekulation mit diesen Objekten kein Dach über dem Kopf haben“, so WG-Aktivistin Irma Sauer. „Leider konnte das Ziel der langfristigen Aneignung von Räumen bisher nicht realisiert werden. Wir sind dennoch froh, dass wir nichts unversucht ließen und werden auch weiterhin auf dem Freiburger ‚Leerstandsmarkt‘ vertreten sein“.

Nach der Räumung ist vor der nächsten Besetzung

Eine ausführliche Auswertung und weitere Aktionen stehen nun an. Wir bedanken uns für die Solidarität und Beteiligung zahlreicher Gruppen, ohne die dieses autonome Festival des vielfältigen Chaos nicht möglich gewesen wäre. Es ist damit zu rechnen, dass der Staat mit Repression reagieren wird. Räumt zuhause auf, hütet euch vor Anquatschversuchen und lasst euch von den Antireppressions-Strukturen eures Vertrauens beraten. Es wird in Kürze ein Spendenkonto für die Repressionskosten eingerichtet.

Zum Abschluss der Aktionstage gab es am Dienstag ein “Go-In” beim Amt für Vermögensverwaltung, welches die Zweckentfremdung in der geräumten Fehrenbachallee betreibt. In einer kreativen Aktion besuchte eine bunte Gruppe Besetzungstierchen die Verantwortlichen und informierte Passant*innen und dort Beschäftigte über die Mitverantwortung des Amtes an der Freiburger Wohnraummisere. Nach der Räumung der Fehrenbachallee gab die Vermögensverwaltung zu, dass es trotz eines bereit 15-monatigen Leerstands noch immer keine Pläne für die Zukunft des Areals gibt. Angesichts dieser Arroganz steht fest: Unser Protest geht weiter.

Auf ein widerständiges Jahresende!

Bilder von der Räumung der Kronenstraße 21

Heute war in der Kronenstraße einiges los. Leerstand und Spekulation werden in Freiburg mit Gewalt verteidigt. Auch wenn wir den Schlagstockeinsatz unverhältnismäßig fanden, können wir beim Anblick dieser Bilder gut lachen. So einen dilettantischen Einsatz gibts selbst in Freiburg nicht alle Tage. Danke Pozilei. Wir kommen wieder.

Fotos von RDL, Kommentare von uns:

 

 

Pressemitteilung 26.10.2019: Räumung der Kronenstraße 21 mit erneutem martialischen SEK- Einsatz auf dem Dach

Gegen 21.30 Uhr am 25.10.2019 war die Kronenstraße 21 im Anschluss an die Nachttanzdemo besetzt worden. Viele hunderte Menschen waren vor Ort, einige feierten weiter im Haus und setzten damit ein Zeichen gegen Zweckentfremdung und Verdrängung.

Das Haus war aus der Demo heraus besetzt worden. Im folgenden Gerangel hielten zahlreiche Demonstrantinnen die Polizei davon ab das Haus zu erreichen. Dabei ging die Polizei sehr gewaltsam mit ihren Knüppeln vor, zog Leute an den Haaren und würgte Menschen. Die Demonstrantinnen gaben jedoch nicht auf und schließlich war es die Polizei die sich zurückzog. Es folgte eine Party mit Musik auf der Straße und im Haus.

Auch aus der Nachbarschaft erfolgte viel Unterstüzung für die neuen Nachbar*innen in der Kronenstraße 21. Es wurden Getränke verteilt und Transparente aus dem Fenster gehängt, wie „Endlich neue Nachbarn* #squat“. Continue reading „Pressemitteilung 26.10.2019: Räumung der Kronenstraße 21 mit erneutem martialischen SEK- Einsatz auf dem Dach“

Pressemitteilung 22.10.2019: Gilgenmattenweg 28 Freiburg nach kurzer Zeit gewaltsam geräumt + Pressekonferenz 23.10.2019

– Pressekonferenz morgen, Mittwoch den 23.10.2019, 12.30 Uhr: Treffpunkt Infopunkt der Squattingdays, Baslerstraße 103 (KTS), Ort wird dann bekannt gegeben –

PM 22.10.2019: Gilgenmattenweg 28 Freiburg nach kurzer Zeit gewaltsam geräumt

In den frühen Morgenstunden des 22.10.2019, gegen 3.30 Uhr wurde die neue Besetzung im Gilgenmattenweg 28 nach wenigen Stunden gewaltsam geräumt. Continue reading „Pressemitteilung 22.10.2019: Gilgenmattenweg 28 Freiburg nach kurzer Zeit gewaltsam geräumt + Pressekonferenz 23.10.2019“

Pressemitteilung 21.10.19: Gilgenmattenweg 28 im Rahmen der Squatting Days besetzt!

Das seit vier Jahren leerstehende Haus im Gilgenmattenweg 28 wurde in den Abendstunden des 21. Oktobers 2019 im Rahmen der Squatting Days als zweites Objekt besetzt. Am Nachmittag war die Besetzung der „POWA“ (Fehrenbachallee 52) mit Sondereinsatzkommando (SEK) geräumt worden.

Die Eigentümerin des Objekts hatte vor vier Jahren die letzten drei Familien gekündigt. Mit dem Vorhaben das Haus abzureißen, um an selber Stelle ein neues zu bauen, gab es jedoch rechtliche Schwierigkeiten. Diese zögerten die Pläne um einige Jahre hinaus. In dieser Zeit blieb das Gebäude unbewohnt. Nun, nach vier Jahren Leerstand, soll das Gebäude demnächst abgerissen werden.

„Auch wenn es jetzt die Absichten gibt, dass schließlich doch was passiert, können wir nicht davon ausgehen, dass bezahlbarer Wohnraum durch den Neubau geschaffen wird und dieser Umgang die Wohnraumsituation in Freiburg verbessert. Typisch ist es ja, nach einer Sanierung und hier ja sogar einem kompletten Naubau, die Wohungen für wesentlich teurer zu vermieten.
Wären die Squattingdays früher gewesen, wären wir schon vorher gekommen. Bei so vielen leerstehenden Objekten hier in Freiburg, kann man sich ja gar nicht entscheiden, welches man als erstes besetzen soll!“ so Luise, eine Aktivist*in.

Seit Wochen prägten Plakate das Freiburger Stadtbild und luden zu den Squattingdays (18.10.-29.10.) ein. Zu diesem Event sind bereits in den vergangenen Tagen Besetzer*innen und Aktivist*innen aus verschieden Regionen Deutschlands, aber auch dem europäischen Ausland, wie Frankreich, Schweiz, Österreich und auch Polen angereist, um sich zu vernetzen und in Aktion zu treten. „Verdrängung, Spekulation mit und Profitmaximierung durch Wohnraum und Gentrifizierung sind kein lokales, sondern ein strukturelles Problem. Staatliche oder städtische Lösungen der Wohnraumfrage sind oft unzureichend und gehen nicht an die Ursache des Problems. Deshalb müssen wir das nun selbst in die Hand nehmen und deshalb wird dieses Haus absofort selbstverwaltet und basisdemokratisch von uns bewohnt“ so der Aktivist Sascha.

In den kommenden Tagen wird es laut der „WG“ und dem Programm des Squattingdays also zu weiteren Aktionen, Besetzungen, Vorträgen, Workshops und Demonstrationen kommen, um auf diese Problematik aufmerksam zu machen.

Kontakt:

Mail: die-wg-presse@riseup.net

Blog: https://diewg.noblogs.org/

Telefon: 0152/18905090

Pressemitteilung 21.1.2019: Räumung der zweiten Besetzung der “POWA” (Fehrenbachallee 52) nach 19 Stunden

Räumung der zweiten Besetzung der “POWA” (Fehrenbachallee 52) nach 19 Stunden

Am Montag, den 22.10.2019 wurde die “POWA”, die ehemalige Wache der Umwelt- und Gewerbepolizei mit massivem Polizeiaufgebot geräumt. Am Sonntag abend war das Gebäude in der Fehrenbachallee 52 im Rahmen der Squatting Days Freiburg erneut besetzt worden.

Bereits Ende Mai 2019 wurde die leerstehende Polizeiwache der Umwelt- und Gewerbepolizei im Rahmen einer Kampagne gegen die Verschärfung der Polizeigesetze in Baden-Württemberg besetzt. Das Land Baden-Württemberg, als Eigentümer des Geländes, ließ das Gebäude räumen ohne Gesprächsbereitschaft zu signalisieren.

Aktivist*innen besetzten im Rahmen der Squatting Days am Sonntag Abend erneut das Gebäude, um darauf aufmerksam zu machen, dass das Gebäude immer noch leer steht.

Nach einem offenen Plenum zum Auftakt der Squatting Days gelangten viele Unterstützer*innen dazu, um die Besetzung von außen zu unterstützen. Einige bleiben die ganze Nacht im Regen vor Ort.

Am Abend versammelten sich neben Unterstützer*innen auch Anwohner*innen vor dem Haus. Im Regen wurde gemütlich Musik gehört und eine Küfa (Küche für alle) brachte per Lastenvelo warmes Essen vorbei.

Die Polizei räumte erneut mit massivem Aufgebot. In einer Art Choreographie fuhren schlagartig ca. 16 Mannschaftswägen der Polizei, eine Drehleiter der Feuerwehr und drei Autos des SEK (Sondereinsatzkommando) vor. Zuvor waren mit einer Drohne Aufnahmen gemacht worden.

Von ehemals mindestens fünf Besetzer*innen befanden sich zum Zeitpunkt der Räumung zwei Menschen auf dem Dach. Die Räumung erfolgte durch eine SEK-Einheit. Mit Amtshilfe der Feuerwehr gelangten Polizist*innen des SEK über eine Drehleiter, sowie über eine Leiter vom hinteren Teil des Gebäudes auf das Dach. Die zwei Besetzer*innen wurde mit der Drehleiter heruntergeholt und in zivilen Fahrzeugen zur Polizeiwache Süd gebracht.

Zeitgleich verschaffte sich das SEK mit einem Rammbock Zutritt zum Gebäude.

Die noch wenige Stunden zuvor ebenfalls auf dem Dach befindlichen anderen drei Besetzer*innen, waren trotz Abriegelung des Gebäudes durch die Polizei unauffindbar.

Gleichzeitig sicherten ca. 100 Polizist*innen, sowie zahlreiche Beamt*innen in Zivil die Umgebung. Ungefähr 80 Unterstützer*innen waren zum Zeitpunkt der Räumung anwesend.

Die übertriebene Reaktion des Staatsapparates ohne die Möglichkeit eine Gespräches oder eines Kompromisses unterstreicht die bereits im Mai gezeigte Ignoranz des Eigentümers, des Landes Baden-Württembergs, gegenüber den Forderungen der Besetzer*innen.

Wie am Beispiel der Polizeiwache in der Fehrenbachallee 52 zu sehen, versagen nicht nur private Vermieter*innen und Eigentümer*innen bei der Frage nach Leerstand.

Das Land Baden-Württemberg, das gesetzliche Möglichkeiten schafft um mit Bußgeldern gegen sogenannte Zweckentfremdung von Wohnraum vorzugehen und eigentlich sozialen Wohnraum fördert will, versagt selbst bei der Nutzung seiner eigenen Gebäude.

Das besetzte Gebäude verfügt über ein großes Grundstück, mitten im Stühlinger. In den Gebäuden wäre nach Ansicht von Juliane Höcker, einer Unterstützerin vor Ort “Platz für Wohnen und Veranstaltungen. Das Gebäude samt Großküche bietet großes Potential als Veranstaltungsraum oder Stadtteilzentrum.”

Das Land scheint jedoch auf diesem Ohr taub zu sein. Die Notwendigkeit eines selbstverwalteten Stadtteilzentrums im Stühlinger als Ort der Begegnung und des Austausches zeigt sich an Besetzungen, wie der Besetzung der POWA im Mai oder bei der Besetzung der Klarastraße 17, die eine Woche lang das Cafe “Alles Klara?” beherbergte und zahlreiche Anwohner*innen anzog.

Gerade im angrenzenden Metzgergrün zeigt sich die Problematik des Wohnraums in Freiburg besonders stark und führt die Absurdität des Umgangs mit diesem Gebäude vor Augen. Dazu Juliane Höcker: “Es ist unverständlich warum das Land hier soviel Raum leer stehen lässt, wenn die Mieten hier immer teurer werden und manche Menschen gar keinen Platz zum Wohnen finden.“

Das Land Baden-Württemberg kommt seine Ansprüchen und Verpflichtungen offensichtlich nicht nach und verteidigt seine Fehler und sein Eigentum mit Gewalt, statt auf Bedürfnisse der Menschen einzugehen.

Diese polizeiliche Überreaktion unterstreicht die Absurdität der Spekulation und Profitmaximierung mit Wohnraum.

Ziele der Squatting Days ist es unter anderem, genau diese Absurdität in Frage zu stellen und autonome, selbstverwaltete Freiräume zu erstreiten.

„Ich bin gespannt, was für weitere Aktionen folgen“, so Juliane Höcker.

Zum Programm der Squatting Days gehören auch zahlreiche Vorträge und weitere Veranstaltungen, wie beispielsweise eine feministische Stadtralley am Montag Nachmittag.

Ziel der Squatting Days ist zudem Repression gemeinsam solidarisch zu tragen und auf viele Schultern zu verteilen, ganz nach dem Mott: „Wir lassen niemanden allein“.

Pressekontakt:

die-wg-presse@riseup.net

+49 (0)15218905090

Wieder da! In der POWA!

Die POWA in der Fehrenbachallee52 im Stühlinger ist wieder besetzt!

Nachdem die Squatting Days seit zwei Tagen mit interessantem, vielfältigem Programm laufen, gehen wir nun in die erste Aktion!

Warum die POWA:

Wir finden es noch immer desaströs, dass ein landeseigenes Gebäude über ein Jahr leer steht und irgendwelche ominösen Pläne konstruiert werden, um diesen Leerstand zu rechtfertigen, trotz Wohnungsnot und akutem Mangel an sozial-kulturellen Räumen in Freiburg. Gebt nicht der Bürokratie die Räume, sondern Menschen, die etwas damit anzufangen wissen. Zum Beispiel fehlt in Freiburg ein großes Rasthaus, in dem sich Menschen mit Fluchterfahrung organisieren können, oder ein großes Stadtteilzentrum, für Kultur und intergenerationaler multikultureller Begegnung. Gebäude und Grundstück sind so groß, dass beide Ideen realisiert werden könnten, und trotzdem noch immer genug Platz für Wohnraum wäre.

Was könnte ein besseres Symbolbild für eine verfehlte Wohnraumpolitik sein, als ein großer leerstehender Gebäudekomplex neben einem von Abriss bedrohtem Quartier, in dem die Menschen zu niedrigen Mieten selbstbestimmt Leben konnten. Die Angst vor steigenden Mieten und damit einhergender Gentrifizierung ist dort allgegenwärtig. Daher schützt das Metzgergrün und lasst die Menschen dort zu gleichen Mietpreisen wohnen.

Eine Polizeiwache ist immer eine Vertretung für den Staat und die Staatsgewalt, auch wenn sie leersteht. Ein Staat, welcher sich auf Humanismus und menschliche Werte beruft, gibt sich umso mehr der Lächerlichkeit und Nutzlosigkeit preis, wenn er mit Wissen und Beteiligung den türkischen Einmarsch unter dem Terrordiktator Erdogan unterstützt. Ein paar Floskeln der Besorgnis und Aussetzung neuer Waffenlieferungen, nicht der bereits genehmigten, sind nicht genug, sondern nur Hohn für die Menschen vor Ort, die von Islamistenbanden ermordet und von Phosphor bombardiert werden. Stoppt den Einmarsch in Rojava. Wut und Hass der Waffenindustrie und dem türkischen Faschismus. Biji YPG/YPJ.

Deshalb wollen wir in der POWA einen herrschaftsfreien, entmilitarisierten Raum schaffen, in dem alle Willkommen sind, unabhängig von Hautfarbe, Religion oder Sexualität. Auf eine aufregende nächste Woche mit vielfältigen Aktionen, Kulturprogramm und vielen weiteren Besetzungen. Auf unserem Blog (diewg.noblogs.org) findet ihr unser Programm, schaut vorbei und bringt euch ein!

Gegen die Gentrifizierung des Metzgergrüns! Für eine lebendige, polizeifreie ehemalige Polizeiwache Fehrenbachalle 52! POWA to the people!

Einmal geräumt und trotzdem wieder da:

Die WG

Strukturinfos

Unter Orga findet ihr Informationen und Nummern zu den Strukturen während der Squatting Days. Täglich werden die Maulwürfe in der KTS leckeres Essen für alle auf Spendenbasis herrichten (Frühstück von 10-12 h und Abendessen abends). Eine Pennplatzbörse ist eingerichtet – Wer noch einen Schlafplatz braucht, kann zum Infopunkt in der KTS kommen!

Anti-Rep und EA der Squatting Days:   0049 (0) 761 409 72 51
Während der Squatting Days wird es einen Ermittlungsausschuss geben, also eine Telefonnummer, über die ihr bei Festnahmen und um erste rechtliche Unterstützung zu bekommen, solidarische Menschen erreichen könnt. Denn wir wollen niemensch alleine mit Repression lassen. Während der Aktionstage wird der EA der Squatting Days erreichbar sein, außerhalb von diesen Tag ist nur ein Anrufbeantworer des EA Freiburg erreichber, der mindestens einmal wöchtentlich abgehört wird. Besser meldet ihr euch aber bei der Anti-Rep Gruppe (siehe unten) und beim EA Freiburg danach per (gerne verschlüsselter) Email.
Zudem gibt es für die Zeit danach, wenn ihr festgenommen wurdet, eure Personalien aufgenommen wurdet oder sonst Stress mit den Behörden im Rahmen der Squatting Days bekommt Squat Freiburg Anti-Rep. Schreibt ihnen, wenn ihr Post bekommt! Email: squatfreiburg_antirep[ät]ungehorsam[Punkt]ch (PGP Key bald hier).

GeSa-Support
Das sind Menschen die vor der Gefangenensammelstelle (GeSa), also dem Ort an den Festgenommene von der Polizei hingebracht werden, warten und freigelassene empfangen und mit heißen Getränken und Schokolade versorgen. Die Struktur dafür wird gestellt, die Schichten werden wir alle zusammen mit Euch Die Nummer lautet:stellen.

Untersuchungshaft und Knast
Wir hoffen natürlich, dass das ganz einfach kein Thema sein wird, aber wenn Euch oder euren Freund*innen U-Haft oder Haft drohen solltet, gebt bitte sofort dem EA Bescheid und die Menschen draußen meldet Euch bitte direkt bei uns!
Wir werden natürlich Menschen die in Haft landen, unterstützen, sind dabei aber auf Eure Unterstützung als Umfeld der Inhaftierten und als solidarische Menschen allgemien angewiesen.

Out of Action: 0033753975917
Auch als emotionale erste Hilfe bekannt, versucht erste Unterstützung nach gewaltvollen Erfahrungen mit Polizei und anderen repressiven Institutionen anzubieten. Als in politischen Kämpfen aktiven Menschen sind wir immer wieder gewaltvollen und potenziell traumatisierenden Erlebnissen ausgesetzte. Das ist kein Zufall sondern ein Teil des Systems der Repression. Daher wollen wir auch dem kollektive Fürsorge entgegensetzen!  Out of Action ist nicht nur eine Struktur, sondern eine gemeinsame Aufgabe aller Beteiligten. Sprecht in euren Bezugsgruppen vor Aktionen darüber.
Während der Aktionstage wird es eine Out of Action Telefonnummer geben und einen Raum, um sich zurück zu ziehen.

Awareness: 0033753975917
Wir wünschen uns einen achtsamen Umgang während der Aktionstage und allgemein. Achtet auf eure und die Grenzen anderer. Übergriffiges Verhalten wird nicht toleriert weren. Wenn es trotzdem zu unangenehmen Situationen kommen sollte, wird es ein Awareness Telefon geben und auf manchen Veranstaltungen auch Menschen vor Ort.

Sanis:  0033605710794
Wir werden versuchen Sanis bei größeren Aktionen vor Ort zu haben und es wird ein Sani Handy geben. Bisher fehlt es aber an ausreichend Menschen die Schichten übernehmen können. Meldet euch bei uns!

Infopunkt: 0033605721399

Am Infopunkt bekommst du alle wichtigen Infos. Du solltest mindestens einmal hier vorbeischauen um dich über die lokalen Gegebenheiten zu informieren, eine Aktionskarte zu bekommen, dich in Schichtpläne einzutragen und zum Beispiel einen Schlafplatz zu finden. Hier gibt es auch einen Offlineticker, der dich mit Infos zu aktuellen Aktionen und dem Programm versorgt. Der Infopunkt ist an den Wochenenden von 10 bis 21 Uhr und unter der Woche von 10 bis 12 Uhr und von 15-21 geöffnet.
Zusätzlich gibt es ein Infotelefon, erreichbar von 10 Uhr bis 22Uhr.

Es ist soweit!

Liebe Freund*innen der Besetzungen, der direkten Aktion, der vernetzten Kämpfe und der Solidarität,

es ist soweit!

Die geplanten Strukturen sind vorbereitet und wir freuen uns sehr über eure Inputs, Ideen und wenn ihr die ein oder andere Schicht übernehmen könntet.

Hier findet ihr die Strukturen und das Programm.

Wenn ihr in Freiburg ankommt, dann schaut am besten zu erst beim Infopunkt vorbei. Dieser befindet sich in der KTS (Basler Straße 103, weitere Infos zur Anreise findet ihr hier) und wird ab Freitag um 14:00 besetzt sein. Am Infopoint:  bekommst du alle aktuellen Infos vom Schichtplan über EA-Informationen bis zur Schlafplatzbörse. Schau auf jeden Fall mal vorbei um dich über die lokalen Strukturen zu informieren! Für einen Schlafplatz kannst du dich auch vorab per Mail bei uns melden.

Außerdem freuen wir uns wahnsinnig, wenn ihr noch etwas von folgenden Sachen (und vieles andere auch) mitbringt:

    • Erste Hilfe Sachen und eure DemoSanis
    • Werkzeug
    • Holz und anderes Material
    • Schlafsachen (Schlafsack, Isomatte, ggf. Zelt,…)
    • ganz viele Menschen und gute Laune!

Überlegt euch doch auch ob ihr nicht ein Skillshare oder einen Vortrag oder einen sonstigen Programmpunkt anleiten möchtet. Für vieles ist schon gesorgt, aber umso mehr und vielfältiger umso besser.

Auf jeden Fall haben wir richtig Bock und sind äußerst gespannt mit euch die Squatting Days zu erleben und die grün-cleane Schwarzwaldcity mal ein bisschen auf den Kopf zu stellen!

Bis bald linksunten in Freiburg!
Grüße von der WG

 


 

Dear friends of squatting, direct action, networked struggles and solidarity,

the Squatting Days are fast approaching and the final preparations are in full swing!

The organised structures are more or less prepared, but to make the Squatting Days a success for all of us, we need your help. We are very happy about your inputs and ideas and if you could take over some shifts.

Here you can find the structures and the program.

When you arrive in Freiburg, it’s best to go straight to the Infopoint. The Infopoint is located in the KTS (Basler Straße 103, more information about how to get there) and will be open from 2pm on Friday. At the Infopoint you will get all the latest information about the shift plan, the legal team infrastructure and information about sleeping places. Make sure to check out the Infopoint to find out more about the local structures! For a sleeping place you can also contact us in advance by mail.

Our common start will be a creative city tour on Friday at 5:30pm. We will meet at G19 (Gartenstr. 19). If you want to arrive earlier, there will also be a workshop beforehand. More information can be found in the program.

We would also be very happy if you could bring some of the following things (and more if you want) with you:

    • First aid things and your local DemoSanis
    • Tools
    • Wood and other materials
    • Sleeping things (sleeping bag, sleeping mattress, tent if you’re planning on camping,..)
    • many more people and a good mood!

You can also think about it if you could imagine doing a skillshare or a lecture or any other program events. Many events are already taken care of, but the more and more varied the better.

In any case, we are really up for it and are very excited to spend the Squatting Days with you and to turn the green-clean Black-Forest-City Freiburg a bit upside down!

See you soon in Freiburg!

Greetings from the WG

 


 

Chères ami·es des ouvertures de squats, d‘actions directes, des
rencontres de luttes et de la solidarité,
Les squatting days approchent à grands pas et on se prépare intensément!
Les structures prévues sont presque toutes en place –… pour que les
squatting-days soient un succès, on a besoin de votre aide. Nous nous
rejouissons de vos retours et de vos idées et aussi si vous pouvez
prendre en main des petits jobs prévus.
Ici vous trouvez les structures et le programme.
Le mieux c‘est de passer au point info du KTS en atterissant à Freiburg
(Basler Straße 103, plus d‘infos se trouvent ici). Le point info sera
occupé à partir de vendredi à 14:00.
Au point info, vous pourrez avoir toutes les informations pratiques,
comment aider, les infos antirepression et les infos où dormir. Passe
nous voir pour t‘informer aussi sur les structures et le contexte local.
Pour les piaules tu peux aussi nous écrire en amont.
Notre démarrage commun sera une ballade en ville créative a.p. de 17:30.
On se donne rendez-vous au squat G19 (Gartenstraße 19). Si vous
atterrissez avant, il-y-a des ateliers prévus. Plus d‘infos se
trouveront dans le programme.
De plus ce serait trop cool d‘ammener les choses suivantes (et d‘autres):
    • du matos premiers-secours et des personnes calées en soins
    •  des outils
    • du bois et d‘autres matériaux
    • du matos pour dormir (cacs de couchage, tentes…)
    • plein de monde motivé et de la bonne humeur!
Reflechissez aussi si vous voulez encore caler des
interventions/atéliers au programme. Il-y-a déjà plein de choses
prévues, mais le plus de diversité il-y-aura, le mieux ce sera.
En tous cas nous sommes très motivé·es et exité·es de passer ces
squatting-days avec vous et de mettre un peu de désordre dans la
ville-vert-propre de forèt noire.
Ab bientot linksunten à Freiburg!
Bises – la WG

Vorbereitung läuft auf Hochtouren

Liebe Freund*innen der Besetzungen, der direkten Aktion, der vernetzen Kämpfe und der Solidarität,

die Vorbereitungen bei uns laufen auf Hochtouren.

Um eine abenteuerliche und aktionsreiche Woche zu ermöglichen, in der sich auch alle wohlfühlen können, organisieren wir gerade ein Awarenessteam, Out of Action und AntiRep Strukturen, so wie Sanis und einen Infopoint. Wir freuen uns auf euch und eure Ideen und damit wir das gemeinsam gewuppt bekommen, auch über Unterstützung, falls ihr euch vorstellen könnte die ein oder andere Schicht zu übernehmen.

Gespannt beobachten wir die Geschehnisse bei den ‚TU MAL WAT!- Tagen‘ in Berlin, senden Soli-Grüße und freuen uns schon, wenn die Stimmung in den Süden, links unten überschwappt!

Vorfreudige Grüße von der WG


Dear friends of the squatters, direct action warriors, the people networking  struggles and solidarity,

our preparations are in full swing!

To facilitate an adventurous and action packed week, where everyone can feel comfortable, we are currently organizing an Awareness Team, Out of Action and AntiRep structures, such as medics, and an Infopoint.  So that we can organise these things, if you can imagine take on some of the work of these structures, support is welcome. We look forward to meeting you and hearing all your ideas.

We are closely observing the events at the TU MAL WAT! – days in Berlin, we send solidarity greetings and are already looking forward to seeing that energy here in the south!

Happy greetings,

Die WG

Squatting Days Freiburg: 18.-29. Oktober

Do-it-Together: squatters convention, festival and other resistances

Squatting Days Freiburg

Wir rufen dazu auf den Sommer in Freiburg zu verlängern und euch im Oktober an den Squatting-Days zu beteiligen, die Infoladen und KTS-Geburtstage gebührend zu feiern und miteinander für libertäre Perspektiven in Bewegung zu kommen.
 
Mobi Video Squatting Days

Freiburg ist eine kleine Stadt im Südschwarzwald, dort, wo auf offiziellen Landkarten Grenzen zur Schweiz und Frankreich gezogen werden. Die reizvolle Gegend zwischen rheinischen AKW, logistischen Angelpunkten und schwarzwälder Rüstungsindustrie eignet sich gut für die verschiedensten subversiven Aktivitäten – und auch der Winter bricht hier nicht ganz so schnell ein wie im Rest der Republik. Unsere Squatting-Days sollen auf die Problematik von explodierenden Wohnraumpreisen, Gentrifizierung und Leerstand fokussiert sein – doch wir befinden uns in Zeiten, wo Widerstand nur intersektional wirksam ist und Besetzungen nur ein Teil der Felder von notwendiger antifaschistischer, feministischer und antikapitalistischer Kämpfe darstellen können. 
 
Platz da!
 
Seit längerem zeichnen sich hier die gleichen hässlichen Entwicklungen wie auch sonst überall ab: Überwachung und Bullenpräsenz nehmen zu, Freiräume schrumpfen oder werden geräumt. In den vergangenen Monaten hat die „Wohnraum-Gestalten (WG-)Kampagne“ Freiburg ordentlich aufgerüttelt und die verfehlte Wohnraumpolitik und Verdrängung in der neoliberalen Green-City auf’s Tablett gebracht. Diese Kampagne soll in den Aktionstagen fortgeführt werden. 
 
Die KTS, das lokale AZ, ist das letzte größere selbstverwaltete Kulturprojekt in Süddeutschland. Neue Räume zu schaffen gestaltet sich auch angesichts der politischen Großwetterlage als zunehmend schwierig. Die seit Frühjahr 2010 besetzten beiden Häuschen in der Gartenstraße 19 sind ab sofort von Räumung bedroht, sieben neue Besetzungen seit Dezember 2018 wurden konsequent geräumt. Noch immer gibt es nicht genug Wagenplätze, nachdem Kommando Rhino zerstört und Sand-im -Getriebe verdrängt wurden. Außerdem läuft der Vertrag der Schattenparker im September aus, so dass nun eine deutlich unsichere Lage erreicht ist. Für uns ist der Kampf um mehr autonome Räume in der Stadt noch lange nicht vorbei. Wir wollen während der Squatting Days Akzente gegen die Verdrängung setzen und uns neue Räume aneignen!
 
Hier und anderswo spannt sich die Lage an, wir wollen auch solidarisch in Aktion treten, um die vielen Besetzungsinitiativen der letzten Monate zu ermutigen. Nur die wechselseitige Bezugnahme und mutige Schirtte gegen die Vereinzelung wird unserer Kämpfe stärken. Die bedrohten Projekte Liebig 34, Rozbrat und viele weitere brauchen Unterstützung und zwar praktische. In den letzten Jahren wurden europaweit dutzende selbstbestimmte Projekte wie Squats, Wagenplätze, autonome Zentren geräumt. Der Widerstand blieb bei der langen Liste, über Villa Amalias über die Klinika bis zum ADM enttäuschend lokal und viel zu oft viel zu leise. Höchste Zeit wieder die Organisierungsfrage zu stellen!
 
 
Vom Protest zum Widerstand
 
Wir wollen diesem Zustand der wachsenden Verdrängungen nicht tatenlos zusehen. Neben einer Vernetzung anarchistischer Räume und Strukturen wollen wir praktisch werden, denn wir müssen Konzepte für einen kreativen und effektiven Widerstand gegen die Zerstörung unserer Freiräume entwickeln. Wir laden dazu ein die Aktivitäten so vielfältig wie möglich zu gestalten. In Zeiten immer deutlicherer Angriffe von Rechts und aus dem kapitalistischen Mainstream wollen wir eine Debatte um die Selbstverteidigung und gesellschaftliche Relevanz unserer Zentren und Plätze stärken. 
 
Unsere Aktionen nehmen somit zwangsläufig auch die Repression ins Visier, denn die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass der gesellschaftliche- und Sicherheits-politische Trend eine immer existenzellere Bedrohung für alle widerständigen Strukturen und Personen darstellt. Die ungesehenen Schläge nach G20 mit Hausdurchsuchungen und Verurteilungen, die Zensur des linksradikalen Portals Indymedia Linksunten – all diese Angriffe haben auch Freiburg hart getroffen. Der Ausbau der (Polizei-)Behörden und ihrer Befugnisse, die offen rechte Politik vermeintlich gemäßigter Parteien und die offenschtliche Zusammenarbeit mit und Förderung von Faschist*innen durch staatliche Institutionen – all dies kann nur unsere antiautoritären und antifaschistischen Überzeugungen verstärken. 
 
Wir wollen auch diesen Aspekt des Widerstandes zum Gegenstand unseres Protests machen und Solidarität hinter die Mauern der Knäste schicken, immer weiter, für eine Gesellschaft die keine Gefängnisse mehr braucht.
 
Unkommerzielle Kultur von Linksunten
 
Seit Jahrzehnten sind Autonome Zentren, besetzten Häusern und AJZs relevante Plattformen für die Entwicklung einzigartiger Kulturszenen. Durch die Abwesenheit staatlicher Kontrolle ergeben sich relativ große Freiheiten und oftmals auch der Nährboden für subversive Politik. Ihr Ausdruck sind die Musiker*innen, Theater, Radschrauben, Grafiker*innen, Siebdruck, Umsonstläden, Filme, Graffitti, Lesungen und Partys – All dies wird dieser Tage in Freiburg greifbar. 
 
Im Rahmen der autonomen Kulturtage, die vom 16.-26. Oktober statt finden, wird es im Autonomen Zentrum zahlreiche Konzerte, Performances, Workshops und Treffen geben und auch an weiteren Orten wird die Kulturwoche sichtbar werden. Jedenfalls gibt es: jede Menge Rock’n’Roll, Hip-Hop, Street-Art, Direct Action, Vorträge, Gigs, eine Nachttanzdemo vieles mehr – Meldet euch rechtzeitig, wenn ihr plant etwas zu dem kuluturellen Feuerwerk beizutragen.
 
Freiräume für linksradikale Kultur und Politik sind für uns Orte, an denen sich alle Lebewesen frei von Diskriminierung aufgrund von Geschlecht, Hautfarbe, Sexualität, Geld oder anderen von der Gesellschaft konstruierten Ungleichheiten bewegen können. Weil Formen der Unterdrückung in unserer Gesellschaft alltäglich vorkommen, ist es wichtig, Räume zu schaffen und zu erhalten, in denen diese nicht akzeptiert, sondern diskutiert und reflektiert werden. Sie sollten das Ausleben der eigenen Identität und die freie Entfaltung von Lebensentwürfen ermöglichen. Wir versuchen eine Loslösung davon zu praktizieren, Bewusstsein zu schaffen und zu sensibilisieren. 
 
Das streben nach solch einem „freien Raum“ inmitten der kapitalistischen Realität bleibt eine Utopie; es hängt an Allen wie positiv wir die Tage verleben können und wollen. Es soll jedenfalls Strukturen für Awareness und Out-of-Action geben und ein möglichst Beteiligungsfreundliches setting. Wir wollen miteinander einen selbstbestimmten Freiraum und eine Plattform für die Auseinandersetzung mit verschiedenen Vorstellungen schaffen, Begegnungen initiieren, uns vernetzen und gemeinsam Perspektiven entwickeln.
 
 
Los, los: Do it Together!
 
Das Prinzip soll so funktionieren, dass in Freiburg die Infrastruktur für Aktivitäten wie Workshops, Konzerte, Filmvorführungen und Straßenkunst, Vorträge und Parties so wie direkten Aktionen zur Verfügung gestellt wird und Ihr diese für eure Ideen benutzen könnt. Besetzungen und die Verteidigung unserer Räume sind für uns mehr als nur Sp. Es handelt sich um notwendige Widerstandspraxis, die ihre gesellschaftliche Relevanz durch die Qualität unserer Organisierung entfaltet.
 
In der Geschichte, aber auch aktuell, sind die Stellung der Eigentumsfrage und die Besetzung von Räumen immer wieder zu wichtigen Kristallisationspunkten geworden, bei denen unnütze Großprojekte verhindert, Nachbarschaftsnetzwerke gestärkt oder aufgebaut, Politik angeeignet und die kapitalistische Wohnraumlogik durchbrochen wurden. Wir wollen Strukturen aufbauen, die auf Solidarität basieren und durch die die Stadt erst ihren politischen Sinn entwickelt, nähmlich durch diejenigen bestimmt zu werden, die in ihr Leben wollen und nicht durch die Interessen des Marktes. Gemeinsam sind wir stark – holen wir uns die Stadt zurück!
 
Die Squatting-Days sind kein Konsumspektakel sondern ein D.I.Y.-Festival und leben somit von eurer und unser aller Initiative! Alle sind aufgerufen sich an der Organisation zu beteiligen und dazu beizutragen, dass es konstruktive Tage werden. Dies ist also die Aufforderung an alle chaotischen und autonomen Kräfte, sich an der Convention zu beteiligen. Teilt uns eure Pläne und Ideen bis zum 1. September unter squattingfreiburg[ät]riseup.net (PGP Key hier) mit, damit wir das Programm koordinieren können.
 
Leitet die Einladung bitte weiter und kommt mit euren Leuten vorbei. Feiert mit uns ein paar libertäre, kreative, subversive und solidarische Tage in Freiburg!
 
Wohnraum Gestalten, Juli 2019

TuMatWatTage – Solidarische Grüße aus Freiburg in den Knast!

UPDATE 12.10.2019 *** PRIMBO IST FREI *** 

English below

Im Rahmen der Tu Mal Wat Tage letztes Wochenende in Berlin, wurden mehrere Häuser besetzt. Eines davon die VilLA54 in der Landsberger Allee 54 in Berlin Friedrichshain. Das Gebäude ist Teil eines ehemaligen Brauereigeländes und steht seit 7 Jahren leer.¹


Am Samstag wurde die VilLA54 von der Berliner Polizei mit BFE, Klettereinheiten und Feuerwehr brutal geräumt. Trotz des martialischen Vorgehens brauchte die Räumung Stunden, da Menschen in eine Traverse geklettert waren und andere sich auf dem Dach verschanzt hatten.
Viele Menschen der Besetzung hatten ihre Personalien verweigert und wurden dafür von der Polizei schikaniert.²

Ein Mensch ist nach der Räumung nun in Untersuchungshaft!

Das macht uns traurig und wütend. Wir senden solidarische Grüße nach Berlin in den Knast und an alle Menschen die während der Aktionstage und darüber hinaus mal wat getan haben.
Villen für alle, Knäste zu Baulücken!
dieWG Freiburg

 

UPDATE: Die Adresse von Primbo ist jetzt bekannt. Schreibt Briefe gegen die Isolation der Knastmauern!
Adresse: An Primbo // unbekannte Person, JVA Lichtenberg, Alfredstraße 11, 10365 Berlin
Absender*in: „Spitzname“, c/o Kalabalik, Reichenberger Straße 63, 12055 Berlin
Zu beachten: Schreibt auf den Briefumschlag „Eigentumsvorbehalt“, fasst den Brief und den Umschlag im Idealfall mit Handschuhen an (Einweghandschuhe immer 2-lagig) und schreibt keine persönlichen Infos wie euren Namen oder eure Adresse drauf. Die Bullen sollen so wenig Infos über uns sammeln können wie möglich.
Damit Primbo euch evtl. antworten kann, packt Papier und einen frankierten Briefumschlag mit der Adresse des Kalabalik und eurem Pseudonym beschriftet in den Brief.
Antworten von Primbo an euch können im Kalabalik immer freitags von 18-19 Uhr abgeholt werden, ab Mitte Oktober freitags 14-19 Uhr und sonntags 15-19 Uhr.

 

ENGLISH

UPDATE 12th of October 2019 *** PRIMBO IS FREE *** 

During the Tu Mal Wat (‚go do something‘) Days in Berlin several houses have been occupied. One of them the VilLA54 at Landsberger Allee 54 in Berlin Friedrichshain. The house is part of an old brewery and has been vacant for about 7 years.¹
On Saturday the new squat was brutally evicted by police with special BFE and climbing units as well as the fire brigade. Even with these it still took them hours to evict as people were climbing on a traverse and on the roof.
A lot of the squatters refused to give ID and were harassed by the police.²
One person is now in pre-trial jail!
We are sad and angry And we are sending solidarity into prison and to all the people that have been doing stuff during the action days and beyond. Villas for all, burn all prisons!

dieWG Freiburg

 

UPDATE: Primbo’s adress is public now – so write letters, break the isolation!
Address: An Primbo // unbekannte Person, JVA Lichtenberg, Alfredstraße 11, 10365 Berlin
Absender*in: „Spitzname“, c/o Kalabalik, Reichenberger Straße 63, 12055 Berlin
Keep in mind to write the „Eigentumsvorbehalt“ on the envelope and if possible touch the letter only with gloves. No personal info like names or you address on the letter. Use the Kalabalik to get answers. Don’t give the cops any useful info against Primbo.
Add paper and stamps to the letter so they can answer.
You can pick up answers to your nick name at Kalabalik Fridays 6-7pm and starting mid of October Fridays 2-7pm and Sundays 3-7pm.

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¹ https://de.indymedia.org/node/38055

² https://www.aktionsticker.org/

Tag X+2: Zeigt euch solidarisch mit der geräumten Fehrenbachallee 52

Am Nachmittag des 27. Mai wurde erneut ein Hausbesetzung in Freiburg nach kurzer Zeit geräumt. Wie herkömmliche Spekulant*innen setzen auch Stadt und Land auf Repression, wenn ihre leerstands- und gentrifizierungsfreundliche Politik kritisiert wird. Wir kritisieren den erneuten unverhältnismässigen Polizeieinsatz auf’s schärfste und wünschen uns vielfältige Zeichen der Solidarität aus der Szene der Sympathisant*innen in Freiburg und darüber hinaus.
Denkt euch was aus, packt’s an: Nach der Räumung ist vor der Besetzung! Polizeiposten zu Stadtteilzentren – für eine bessere Wohnraumpolitik und weniger Repression!

Liveticker

— Ticker Montag 27.05.2019 —

!ES WIRD GERÄUMT!

17:10 ED-Behandlung vorbei – alle haben Platzverweis

17:00 Über zwanzig Leute mitlerweile bearbeitet – an die fünf müssen noch dran kommen. Viel Kraft und gute Laune an Menschen vor Ort!

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Wiederbesetzung der Mozart 3

– Mozart 3 wiederbesetzt – buntes Programm vorm Haus – Aktionstag Recht auf Stadt 6.4. –

Zwei Tage vor dem europaweiten Aktionstag für ein Recht auf Stadt wurde am 4. April die Mozartstraße 3 wiederbesetzt. Das Mehrfamilienhaus, das seit circa 10 Jahren dem Verfall und fast 3 Jahren dem Leerstand ausgesetzt ist, wurde bei der letzten Besetzung Anfang März bereits nach wenigen Tagen mit massiver Gewalt durch die Polizei geräumt. Die Besetzungskampagne Wohnraum gestalten (die WG) lässt sich von Repression und Gewalt durch die Behörden nicht einschüchtern und macht sich weiterhin gegen Leerstand und bezahlbaren Wohnraum in Freiburg stark.

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Soliparty für Wohnraum Gestalten (die [wg])

12.04.2019, 22 Uhr KTS (Basler Str. 103) Live: RENÉ BINAMÉ | KRAV BOCA | MR MARCAILLE | DJs: Seuchensepp, acab.ella, Panke&Wollpelz, Iguana

In den vergangenen Monaten begann eine kleine Hausbesetzungsoffensive der Initiative „Wohnraum Gestalten“ die durch die wiederholt öffentlich gestellte Eigentumsfrage zu einer Verstärkung der Debatte um eine Stadt für Alle beitrug. Da Eigentum ja bis zum ultimativen atheistischen Sakrileg heilig bleibt, führen solche Aktionen auch zu Repression. In der Guntramstraße 44 wurden bei der Räumung Anfang Dezember acht und in der Mozartstraße 3 im März vier Menschen vorübergehend festgenommen.

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Bunter Protest

Am Samstag haben wir uns über folgende E-Mail und die Fotos im

Anhang sehr gefreut:

„Liebe WG,

dass die beiden wunderschönen, bunten und kreativen Orte, die ihr im Stühlinger erschaffen hattet wieder kahl und sauber gestrichen waren konnte ich einfach nicht langer ansehen. Mit Farbe kann nicht überdeckt werden, was in den Tagen der Besetzungen in der Guntram- und der Klarastraße entstanden ist. Stockfischhaus und Guntram44 bleibt!

Solidarische Grüße!“

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