Solidarität mit Besetzis in Basel: Elsi bleibt!

Die Elsi 4.0 war die bereits vierte Besetzung der Häuser Elsässerstr. 128-132 in Basel. Nun wurde das Wohn- und Kulturprojekt wieder einmal zerstört und die bewohnenden Menschen von den Eigentümer*innen (Areion Management AG) und einer dubiosen Scheinfirma (Colibri Concierge GmbH) vertrieben. Wir sind bei euch (zumindest vorerst in Gedanken) und strecken solidarisch die Faust in die Luft, um unseren Umut über den Umgang mit Elsi auszudrücken!
Ähnlich wie in Freiburg ist die Wohnsituation in Basel unerträglich. Die Mieten sind viel zu hoch, hunderte Menschen leben auf der Straße während viele Wohnungen leerstehen und auf Grund einer absurden Logik von Profit und Eigentum ungenutzt bleiben. Wir kämpfen gemeinsam in vielen Städten mit Besetzungen und anderen Formen des Widerstands gegen Verdrängung, Aufwertung, Leerstand und diese grauenvollen kapitalistischen Zustände. Und auch wenn ihr einzelne Häuser immer wieder brutal räumen werdet, wie zuletzt die Mozart3 und Fehrenbach52 in Freiburg, vergesst eines nicht: Eine widerständige Idee und Bewegung kann nicht geräumt werden!
In Basel wurde in letzter Zeit in mehreren Abstimmungen klar, dass sehr viele in der Stadt genug haben von dieser menschenverachtenden Wohnpolitik, die unsere Innenstädte in KonsumDisneyländer verwandelt und alle, die sich das nicht leisten können, verdrängt. Es ist wenig überraschend, dass das Politik und Polizei unbeeindruckt lässt und Räumungen weiter unsere Freiräume bedrohen und zerstören. Daher werden wir uns auch in Zukunft nicht damit zufrieden geben, an Entscheidungsträger*innen und das Gewaltmonopol zu appellieren und Bitten zu stellen. Nein, wir werden auch weiterhin aktiv sein und gemeinsam für Freiräume, würdigen Wohnraum für alle und den Erhalt aller widerständigen Projekte kämpfen.
Lasst uns die Elsi und die Kämpfe gegen die derzeit massenhaften Kündigungen von Mieter*innen in Basel unterstützen! Ob mit Soliaktionen, direkter Unterstützung oder am Samstag, den 08. Juni, bei der Demo gegen Massenkündigungen um 13:30 am Barfüsserplatz in der Basler Innenstadt. 
Häuser leer?  Schnauze voll! Schluss mit Räumungen, Leerstand und Verdrängung!
Elsi lebt und bleibt!
Solidarische und kämpferische Grüße aus Freiburg!
Weitere Informationen zur Elsi 4.0 Besetzung in Basel bei der Bekanntmachung der vierten Besetzung https://barrikade.info/article/2137 und auf dem Blog der Elsi: https://elsilebt.blackblogs.org/
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Tag X+2: Zeigt euch solidarisch mit der geräumten Fehrenbachallee 52

Am Nachmittag des 27. Mai wurde erneut ein Hausbesetzung in Freiburg nach kurzer Zeit geräumt. Wie herkömmliche Spekulant*innen setzen auch Stadt und Land auf Repression, wenn ihre leerstands- und gentrifizierungsfreundliche Politik kritisiert wird. Wir kritisieren den erneuten unverhältnismässigen Polizeieinsatz auf’s schärfste und wünschen uns vielfältige Zeichen der Solidarität aus der Szene der Sympathisant*innen in Freiburg und darüber hinaus.
Denkt euch was aus, packt’s an: Nach der Räumung ist vor der Besetzung! Polizeiposten zu Stadtteilzentren – für eine bessere Wohnraumpolitik und weniger Repression!
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Liveticker

— Ticker Montag 27.05.2019 —

!ES WIRD GERÄUMT!

17:10 ED-Behandlung vorbei – alle haben Platzverweis

17:00 Über zwanzig Leute mitlerweile bearbeitet – an die fünf müssen noch dran kommen. Viel Kraft und gute Laune an Menschen vor Ort!

16:45 Gibt schon seit einer kleinen Weile einen Fudder-Artikel. Die BZ ist lustig jetzt sind wir Zitat: „Powa to the people“ oder „Die WG“ …   (Immer diese schwierigen Entscheidungsfindungsprozesse)
http://fudder.de/besetzer-haben-gebaeude-vor-der-raeumung-verlassen

16:27 Gebäude geräumt, keine Person angetroffen ED-Behandlung dauert an

16:15 Ca 15-20 gekesselte Leute werden weiterhin abgearbeitet und ED behandelt, ehe sie einen Platzverweis bekommen Zwischendurch war mal die Feuerwehr da, da es im Haus irgendwelche Probleme gab.

15:40 Leute werden gekesselt. Verdacht auf Hausfriedensbruch und Sachbeschädigung

15:10 Ca. 20 Leute vor Ort
Cops sind durch die Vordertür ins Haus gegangen

15:05 Hochulli ist da und mindestens 40 Cops mit Helm
Streife am Eingang vom Eschholzpark
Vorm Haus 5 Wannen und mehrere Streifen
Straße (bisher) nur für Autos gesperrt

13:30 Anfragen haben ergeben, dass das Haus nicht der Stadtbau gehört.
Vielleicht gehört es der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben? Die Recherche nach Eigentümer*innen geht weiter…

11:10 Neuer Stand zur Bullenwache: Alle Informationen deuten daraufhin, dass das Gelände der Freiburger Stadtbau GmbH gehört. Es wird eine schnelle Rämung erwartet, wie vor ein paar Jahren in der Johann-Sebastian-Bach-Str. Freiburg (wo die Stadtbau ebanfalls Besitzerin war). Support von Menschen von Leuten aus der Besetzung erwünscht, die Cops werden wahrscheinlich keine Rücksicht auf die benachbarten KiTa nehmen. Wir haben Kaffee und Kuchen, was habt hier?

10:45 Presse ist vor Ort. Gerade läuft ein Interview mit Baden Tv Süd. Vielleicht wird die Pressearbeit von Baden Süd etwas umpfangreicher gestaltet im Vergleich zur BZ und ihrem letzten online Artikel über die vermutliche Gruppe „Powa to the people“  https://www.badische-zeitung.de/nach-demonstration-wird-ehemalige-polizeiwache-im-stuehlinger-besetzt

10:30 Auch in Berlin, Reutlingen und Stuttgart starten der Squat-Tag heute – wir denken auch an euch und senden unsere Solidarität zu den Leuten, die in Berlin Stress mit den Cops haben (https://besetzen.noblogs.org/2019/05/27/hausdurchsuchung-und-oeffentlichkeitsfahndung-besetzen-kritisiert-das-vorgehen-der-polizei/) – BRD Bullenstaat …

09:30 Die Zivis haben Fotos von allen Fluchtwegen ums Haus gemacht. Zivis sind jetzt nicht mehr in Sichtweite.

09:15 Ein Zivi war auf dem Gelände! Kommt schon mal zum Haus und supportet die Leute!

09:00 Zwei Zivis wurden am Haus gesichtet und machen Fotos.

08:00 Frühstück!! Kommt gerne schon vorbei.

07:00 Keine Cops weit und breit.

06:00 Alles ruhig im und vor dem Haus.

Montag 27.05

23:50 Schlaft irgendwann gut – wir sehen uns morgen früh beim Frühsttück (und hoffentlich nicht zur Räumung).

23:40 Party läuft noch ein kleines bisschen und es lohnt sich zu kommen. Coole Location 😛

22:30 Viele Leute vor Ort und es ist eine Party am laufen – gesellt euch gerne noch dazu.


19:30 Ein Cop behauptet, dass morgen, am Montag, geräumt werden soll. Gleiches berichtet auch die bz in einem kurzen und teilweise fehlerhaften Artikel.

19:20 OB Martin Horn schaut vorbei, macht aber keine Aussagen dazu, was mit dem Objekt passieren soll.

Vielen Dank an die Nachbar*innen für den Kuchen!

10:30 Ältere Passantin: „Was habt ihr denn da Feines?“ Antwort: „Eine Polizeiwache!“ Passantin: „Na dann kann ich ja gut schlafen!“

10:10 Leute wachen auf, offenes Plenum beginnt bald! Komm doch auch du vorbei 🙂 Menschen wuenschen sich ausserdem Kaffee und Besteck und freuen sich allgemein ueber Essen etc.

09:15  Guten Morgen! Wir haben gut geschlafen, sicher bewacht von den cops… gleich gibt es Frühstück und das offene Plenum um 10h mit frischem Kaffee. Kommt vorbei!

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Fotos!

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Wir hatten einen wunderschönen Tag! Morgen geht es weiter – Komm gerne rum so früh wie möglich, und bringt Musik, Essen und gute Laune mit – es gibt ein offenes Plenum um 10 fuer alle die den Tag mitgestalten wollen … Continue reading

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(PoWa to the people!) Polizei besetzen statt Polizeigesetze(n)

*** nach technischen Problemen mit noblogs, sind wir wieder online und werden ab jetzt Updates zur heutigen Besetzung posten ***
Am 25. Mai haben wir um 17.30 Uhr die ehemaligen Gebäude der Umwelt- und Gewerbepolizei in der Fehrenbachallee 52 Freiburg besetzt.
Infolge der Demonstration im Rahmen der Kampagne gegen neue Polizeigesetze und Sicherheitspartnerschaften hielten wir ein Gebäude, dass von den Ordnungskräften seit Monaten dem Leerstand überlassen wurde sowohl für symbolträchtig, als auch praktisch geeignet. Die anstehende neuerliche Verschärfung des Polizeigesetzes, die dem Staat Maßnahmen wie eine theoretisch unendliche Präventivhaft, extensive Onlinedurchsuchungen, Schleierfahndungen und sogenannte intelligente Videoüberwachung ermöglicht, ist ein klarer Schritt in Richtung autoritärer Sicherheitsstaat. Dagegen setzen wir ein klares Zeichen! Mit unserer Besetzung setzen wir gleichzeitig der spekulativen Wohnraumpolitik in der Gemeinde und dem Land aktiv Enteignung und selbstverwaltete Vergesellschaftung entgegen. Hier entsteht ab sofort ein antiautoritärer, emanzipatorischer Raum gestaltet ihn mit! 
Am morgigen Sonntag wird in Freiburg ein neuer Gemeinderat und auf EU-Ebene ein neues Parlament gewählt. Wir erwarten dabei eine Fortführung des Rechtsrucks der vergangenen Jahrzehnte und sehen schon jetzt, dass es um Räume für emanzipatorische Politik in Selbstverwaltung immer enger wird. Den Hetzer*innen gilt es auf lokaler und überregionaler Ebene offensiv entgegen zu treten. Die ehemalige Gewerbepolizei ist mit ihren riesigen Räumlichkeiten sowie einer Großküche ein idealer Ort für die notwendige antifaschistische Organisierung im Viertel, der Stadt und darüber hinaus!
Auch ist der lange Leerstand dieser städtischen Liegenschaft ein weiterer Ausdruck der Untätigkeit in der Politik. Wir rufen alle dazu auf, gegen Leerstand und Spekulation aktiv zu werden. Die aktuelle Wohnraumsituation wird sich nur durch Initiativen von Besetzungen, Enteignungen und Kollektivierungen verbessern. Wir sehen in unserer neuen Besetzung die Möglichkeit, kurzfristig günstigen Wohnraum zu schaffen: durch den Umbau der alten Polizeihallen und z.B. der Ermöglichung eines neuen, längst überfälligen, Wagenplatzes im westlichen Stühlinger. Dieser Stadtteil bleibt der Hotspot und die Bühne der Gentrifizierung in Freiburg.
Für unseren ersten Tag in der Nachbarschaft haben wir uns auch ein schönes Programm ausgedacht, außerdem wird es eine Fotoausstellung zu Freiburger Häuserkämpfen, sowie Essen und Getränke geben. Interessierte Menschen sind herzlich eingeladen, in der Fehrenbachallee 52 vorbei zu kommen.
Wir solidarisieren uns mit allen von Verdrängung bedrohten und betroffenen Mieter*innen und besonders mit den widerständigen Bewohner*innen des Metzgergrüns. Auf eine gute Nachbarschaft!
Wohnraum für Alle! Polizeiwachen zu Stadtteilzentren! 
 Mailkontakt: die-wg-presse[at]riseup[punkt]net (verschlüsselt möglich)
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Solidarität mit #besetzen in Berlin

Am 6.4. wurde in Berlin ein Laden besetzt und unter Anwendung von Gewalt rechtswiedrig geräumt. Auch wir waren nur einen Tag zuvor von Polizeigewalt betroffen. Wir wurden außerdem durch eine Allgemeinverfügung der Stadt geräumt. Wie in Berlin wurde auch in Freiburg nicht auf einen Räumungsantrag gewartet, sondern ohne einen Dialog Fakten geschaffen.

Solidarität mit # besetzen!

Mehr Infos zur Aktion und zur rechtswiedrigen Räumung unter: https://de.indymedia.org/node/31221

Bilder der Aktion unter: https://umbruch-bildarchiv.org/bizim-bakkal-besetzt/

Mehr Infos: https://besetzen.noblogs.org/

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Liveticker zur Wiederbesetzung der Mozart 3

Lest unsere Stellungnahme zur Räumung der Mozart3 am 05.04 hier!

18:00 Uhr: Die Mozart3 steht jetzt wieder leer dank Pozilei und Stadt – ein Missstand, den wir so nicht hinnehmen werden. Deshalb morgen: Aktionstag von Recht auf Stadt!

17:40 Uhr: Willkommenskonzert für festgenommene und mittlerweile wieder freie Person vor Wache Nord!

17:20 Uhr: Spontanpogo vor Polizeiwache! Ihr kriegt uns nicht klein!

17:19 Uhr: Mensch der zu Revier Nord mitgenommen wurde ist wieder frei!

17:10 Uhr: Hier noch die Allgemeinverfügung zur Räumung der Mozart3.

 

17:05 Uhr: Die erteilten Platzverweise dauern deshalb bis Montag, weil die Stadt Schiss hat, der Aktionstag am 06. 04. könnte zu weitern Aktionen führen. Zwinkersmiley.

16:53 Uhr: Die Polizei ist mittlerweile im Haus und zerstört die Banner.

16:50 Uhr: Zitat Allgemeinverfügung: „Gerade die längere Hinnahme solcher Grundstücksbesetzungen würde bei vergleichbar motivierten Menschen den Eindruck hervorrufen, dass fremdes Gelände, das momentan nicht erkennbar benutzt wird, beliebig für eigene Zwecke und Bedürfnisse in Beschlag genommen werden kann.“ Ganz richtig Herr Geugelin, wir nennen so etwas zivilen Ungehorsam! Und dieses Bedürfnisse decken finden wir auch ganz nett eigentlich. Naja, die „vergleichbar motivierten Menschen“ wissen ja jetzt Bescheid: Besetzen funktioniert!

16:35 Uhr: Stadt Freiburg räumt per Allgemeinverfügung. Platverweis an alle Menschen die sich in Mozart3 oder auf dem Gelände der Mozart3 befinden. Platzverweis gilt auch für Straße vor dem Haus.

16:20 Uhr: Einige Menschen machen sich auf den Weg zum Revier Nord, um GESA-Support für einen Menschen zu machen. Falls ihr Zeit habt, kommt vorbei! Auch vor dem Haus seid ihr wahrscheinlich nicht fehl am Platz, je mehr Menschen zuschauen desto weniger Quatsch kann sich die Polizei erlauben!

16:05 Uhr: Polizei hat Personalien von Menschen aufgenommen und erstattet wohl Anzeige. Die Willkür der staatlichen Organe zeigt sich mal wieder in voller Pracht!

16:00 Uhr: Polizei wirft Menschen auf (öffentlichem) Gehsteig Hausfriedensbruch vor, einem Menschen mit Karnevalsmaske in der Hand Vermummung. Absurd!

15:00 Uhr: Acht Wannen kommen zur Mozart3. Wir wünschen uns Support, kommt vorbei und zeigt Solidarität!

13:20 Uhr: Sehr ruhig alles bis jetzt. Nette Gespräche mit solidarischen Nachbar*Innen. Das Programm für heute steht auch!

12:00 Uhr: In der Mozart3 habt ihr die Möglichkeit, Briefe an Gefangene zu schreiben! Papier und Umschläge sind hier, kommt gerne vorbei!

11:00 Uhr: Häuser Leer? Schnauze voll!

9:35 Uhr: Zwei Beamte des Staatsschutzes sind vor Ort und machen Bilder vom Haus.

8:40 Uhr: Noch mal eine herzliche Einladung zum Frühstück hier in der Mozart3!

8:00 Uhr: Sicherheit geht vor! Um eine Räumung zu verhindern, wurden im Eingangsbereich der Mozart3 weitere Vorkehrungen getroffen.

7.15 Uhr: Die Mozartstraße 3 ist noch immer besetzt. Supporter*innen sind vor Ort. Es gibt Frühstück, Musik und gute Laune bei wärmender Feuertonne. Kommt vorbei und trinkt einen Kaffee!

Morgen gibt es ab 6 Uhr Frühstück in der Mozart3. Bringt gerne was zu Esen und Tee/ Kaffee mit. Wir freuen uns auf Euch!

22:10 Uhr: Es gibt weiterhin Musik bis Open End und gute Stimmung.

22:05 Uhr: Uns ist zu Ohren gekommen, dass mehrere Polizeiautos ihren Heimweg auf den Felgen antreten mussten. Bei uns ist die Luft noch nicht raus.

21:25 Uhr: Die Cops nerven Leute, weil sie in der Nähe vom Haus in Büsche pinkeln. Deshalb seid ihr Bullen geworden?

21:14 Uhr: Gute Stimmung unter den Supporter*innen. Kommt vorbei und feiert mit!

21:05 Uhr: Die Bullen stehen dumm rum. Neue Wanne trifft ein.

20:35 Uhr: Die Coppers bekommen die Vordertür nicht auf und ziehen sich vom Eingangsbereich zurück.

20:20 Uhr: Nachdem die Pozilei uns neben der Feuertonne auch die Teelichter weggenommen hat, haben sie angefangen die Menschen im Biergarten rumzuschubsen und versuchen aktuell über die Vordertür ins Gebäude vorzudringen.

19:50 Uhr: Der gefährliche Großbrand in der Feuertonne wurde heldenhaft mit großem Schlauch gelöscht.

19:47 Uhr: Die Freiburger Cops sind angesichts der Feuertonne überfordert und bekommt Unterstützung von der Feuerwehr.

19:30 Uhr:  Es gibt ein Konzert! Und viel gute Laune und Elan 🙂

18:59 Uhr: Menschen vor dem Haus wünschen sich Essen. Falls jemand auf dem Weg bei einem Verteiler vorbeikomt, wäre das ganz famos. Trotz des Wetters ist die Biergartensaison eröffnent. Kommt Alle in die Mozart 3!

18:27 Uhr: Nur falls es nochmal anfangen sollte zu regnen: wir bleiben stabil trocken. Kommt vorbei und schaut euch an wie dir Cops im Regen stehen.

18:24 Uhr: 10 Bullen und 30 Supporter*innen am Start. Um die Ecke nochmal drei Wannen und eine Streife.

18:15 Uhr: Die Cops wollen, dass wir das Feuer ausmachen. Zitat: Sie können sich nicht auf das Vesammlungsrecht berufen, wenn Sie eine Spaßveranstaltung sind.

18:10 Uhr: Die Bullen sind da!

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Wiederbesetzung der Mozart 3

– Mozart 3 wiederbesetzt – buntes Programm vorm Haus – Aktionstag Recht auf Stadt 6.4. –

Zwei Tage vor dem europaweiten Aktionstag für ein Recht auf Stadt wurde am 4. April die Mozartstraße 3 wiederbesetzt. Das Mehrfamilienhaus, das seit circa 10 Jahren dem Verfall und fast 3 Jahren dem Leerstand ausgesetzt ist, wurde bei der letzten Besetzung Anfang März bereits nach wenigen Tagen mit massiver Gewalt durch die Polizei geräumt. Die Besetzungskampagne Wohnraum gestalten (die WG) lässt sich von Repression und Gewalt durch die Behörden nicht einschüchtern und macht sich weiterhin gegen Leerstand und bezahlbaren Wohnraum in Freiburg stark.

Keine Besserung in Sicht

Seit der Räumung der letzten Besetzung ist ein Monat vergangen und keine Veränderung der Situation in der Mozartstraße 3 feststellbar. Im Gegenteil ist der Leerstand vom Eigentümer gewollt und von der Stadtverwaltung toleriert. Auf eine Anfrage von Radio Dreyeckland (RDL) gab das städtische Baurechtsamt an, dass der Eigentümer während der drei Jahre kompletten Leerstands bislang kein Bußgeld bezahlen musste. Stattdessen wird nach Wegen gesucht, den bekannten Leerstand zu rechtfertigen und die eigene Zweckentfremdungsverordnung zu umgehen:

„Fraglich ist ferner, ob es sich bei den Räumen noch um Wohnraum im Sinn der Zweckentfremdungssatzung handelt. Insofern sei auf § 3 Abs. 3 Nr. 5 der städtischen Satzung verwiesen, wonach Wohnraum nicht mehr vorliegt, wenn der Wohnraum einen schweren Mangel oder Missstände aufweist.“ So das städtische Baurechtsamt auf die Anfrage von RDL.

Die jahrelange Vernachlässigung des Mehrfamilienhauses in der Mozartstraße 3 durch den Eigentümer, der das Haus über viele Jahre alleine, und seit circa drei Jahren gar nicht mehr bewohnt hat, wird hier dabei völlig außer Acht gelassen. Eine Verantwortung des Eigentümers, seiner Familie oder seines rechtlichen Betreuers am derzeitigen Zustand des Hauses sieht die Stadtveraltung nicht.

„Um die Mozartstraße 3 vor dem weiteren Verfall zu schützen haben wir uns entschlossen, das Haus erneut zu besetzen und mit Leben zu füllen.  Damit protestieren wir gegen die Unfähigkeit der Stadtverwaltung, konsequent gegen den Leerstand in der Mozart 3 vorzugehen“, schildert eine Aktivistin ihre Motivation.

Ferienwohnungen zerstören Freiburgs Wohnraum

In direkter Nachbarschaft zur Mozart 3 finden sich unter der Hausnummer 1 die Freiburg Appartments. Der Eigentümer Michael Wagner vermietet seit einigen Jahren in Freiburg und Umgebung mehrere Dutzend Wohnungen als Ferienwohnungen an Tourist*innen und Geschäftsreisende. Häuser wie die Mozartstraße 1 oder Teile des Neubaus Vau7 im Vauban werden so dem ohnehin prekären Wohnungsmarkt Freiburgs entzogen. Dies geschieht trotz des Gemeinderatsbeschluss von 2014, der das Anbieten von Wohnraum als Ferienwohnung verbietet. Wagner begann schon 2017 damit, sich um Regulierungen herumzuschleichen, als er in der Mozart 1 normale Mietwohnungen zu Ferienwohnungen umwandelte. Nach Wagners Ansicht handelt es sich bei den Wohnungen um Gewerbeflächen. Das stellen wir infrage: die Mozart 1 ist vom Grundriss ein normales Mietshaus, in dem auch andere Parteien wohnen – und nicht etwa eine reine Bürofläche.

„Dass hier Wohnfläche für einen astronomischen Quadratmeterpreis vermietet wird, wollen wir als Misstand anprangern.“, kommentiert ein Aktivist bei der Begutachtung der Immobilie.

Gemeinsam gegen Verdrängung und Mietenwahnsinn

Am Samstag, den 6. April, mobilisiert das Recht auf Stadt- Netzwerk für einen europaweiten Aktionstag für eine solidarische Stadt.  Auch in Freiburg gibt es ein diverses Program: Unter anderem sind ein mietenpolitischer Stadtspaziergang durch den Stühlinger, ein Konzert und ein abschließendes Straßenfest im Metzgergrün geplant. Nähere Infos unter: https://www.rechtaufstadt-freiburg.de

Das Metzgergrün ist ein klassisches Beispiel von Verdrängung und Zerstörung bezahlbaren Wohnraums. Anstatt die 250 existierenden Wohnungen kontinuierlich in Stand zu halten, wurde schlicht gewartet bis eine Sanierung nicht mehr möglich scheint, um dann die bestehende Nachbarschaft zu entwurzeln und ein neues Viertel aus dem Boden zu stampfen. Erneut wird 50% Sozialbindung versprochen, doch über unangenehme Details wie etwa die Dauer dieser Bindung wird geschwiegen. Das lässt erahnen, wie die Stadtbau sich hier alle Türen der Verwertung offenhalten will, was auf Kosten der Menschen passiert, die langfristig bezahlbaren Wohnraum am dringendsten brauchen. Wir solidarisieren uns mit den Bewohner*innen des Metzgergrüns und rufen auf zu einem bunten, lautstarken und ermächtigenden Aktionstag am 6. April.

Einladung zum Straßenfest vor der Mozart3

Vor der Mozartstraße 3 laden wir zu einem gemütlichen Beisammensein ein! Wir möchten den Raum vor dem Haus mit euch gemeinsam gestalten. Wir immer gilt: Bringt euch ein, bringt mit, wen und was ihr um euch haben wollt. Einige Dinge sind bereits geplant: Wir möchten den Garten, von der  Polizei bei der letzten Räumung zerstört, mit einem neuen Beet beleben! Bringt Saatgut eurer Wahl mit! Außerdem sind Konzerte und Jamsessions geplant. Nach einem kleinen Input soll es eine Diskussion zum Thema Ferienwohnungen im aktuellen Wohnungsmarkt geben.

Wir freuen uns auf Unterstützung, Diskussion und ein angenehmes Miteinander in der Mozart 3!

Kontakt: die-wg-presse@riseup.net

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Soliparty für Wohnraum Gestalten (die [wg])

12.04.2019, 22 Uhr KTS (Basler Str. 103) Live: RENÉ BINAMÉ | KRAV BOCA | MR MARCAILLE | DJs: Seuchensepp, acab.ella, Panke&Wollpelz, Iguana

In den vergangenen Monaten begann eine kleine Hausbesetzungsoffensive der Initiative „Wohnraum Gestalten“ die durch die wiederholt öffentlich gestellte Eigentumsfrage zu einer Verstärkung der Debatte um eine Stadt für Alle beitrug. Da Eigentum ja bis zum ultimativen atheistischen Sakrileg heilig bleibt, führen solche Aktionen auch zu Repression. In der Guntramstraße 44 wurden bei der Räumung Anfang Dezember acht und in der Mozartstraße 3 im März vier Menschen vorübergehend festgenommen.

Höchste Zeit für eine fetzige Party für den guten Zweck! Mit Anarcho-froufrou-Disko-Punk beglückt uns zum Beginn des Abends RENÉ BINAMÉ (Belgien) – Ein Leckerbissen für Revolutionsromantiker*innen und Freund*innen des Pogo. MR MARCAILLE aka MR MARKKU aus Lille wird knackige heavy-freak-cello-sounds auspacken bis euch schlecht wird. Polit-hip-hop-punk-hardcore für das große Erwachen kommt von den knallharten KRAV BOCA aus Toulouse. Hinzu gibt es neben DJ SEUCHENSEPP knasternde Überraschungen aus dem Freiburger Untergrund von Ulk und Drama. Iguana, acab.ella, Panke und Wolpe sorgen für weitere Soundkulissen mit politischer und auch korrekter Musik auf Turntables und kleinerem Gerät. Wie bereits beim NoStruckture-Event im März könnte es bei gewissen DIY-Subkultur-Strömungen zu teilweise Nacktheit der KünstlerInnen kommen. Menschen, die das nicht ertragen, können sich im Alternativbereich an guter elektronischer Entspannungsmusik und hardcore-Kicker-Besteck amüsieren; für frische Getränke ist auf beiden Floors gesorgt.

Wer übergriffig wird fliegt hochkantig.

Love Stockfischhaus und Mozart3 – Hate technische Einheit Bruchsal 1312!

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Bunter Protest

Am Samstag haben wir uns über folgende E-Mail und die Fotos im Anhang sehr gefreut:

„Liebe WG,

dass die beiden wunderschönen, bunten und kreativen Orte, die ihr im Stühlinger erschaffen hattet wieder kahl und sauber gestrichen waren konnte ich einfach nicht langer ansehen. Mit Farbe kann nicht überdeckt werden, was in den Tagen der Besetzungen in der Guntram- und der Klarastraße entstanden ist. Stockfischhaus und Guntram44 bleibt!

Solidarische Grüße!“

Wir rufen weiterhin zu solidarischen Aktionen auf, die zeigen, dass wir Räumungen nicht tatenlos hinnehmen und auch in Zukunft Wohnraum in Freiburg gestalten werden!

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Tag X + 2

Nach den Räumungen der Klara17 und der Mozart3 hat die WG zu Tag X+2 aufgerufen.

In diesem Zuge wurde am Samstag, den 09. März eine Demo gegen Leerstand, Verdrängung und konkret gegen die Räumungen organisiert.

Hier ist ein Auszug aus dem Flyer: Am Donnerstagmorgen wurde die seit letztem Donnerstag besetzte Klara17 und die seit Montag besetzte Mozart3 geräumt! Beide Häuser sind nun wieder ungenutzt dem Leerstand ausgesetzt. Liebevoll gestaltete Freiräume wurden durch ein unverhältnismäßiges Polizeiaufgebot zerstört. Profitgier und Spekulation haben sich mithilfe staatlicher Gewalt vorerst gegen selbstorganisierte Wohnraumnutzung durchgesetzt.

Das haben wir nicht hingenommen, sondern uns mit 3000 Leuten  am Stühlinger Kirchplatz getroffen – jedenfalls war das die Einschätzung der Polizei nach ihrem Aufgebot zufolge. Kraftvoll, laut und bestimmt schritten wir umzingelt von mehreren Reihen Schwarzhelmen durch die Stühlinger Leerstandsszene. Statt unsere Kreativität durch bunte Fasnetmasken zu würdigen, wurde die erste Reihe des Demozuges bereits nach wenigen Schritten von angespannten Anti-Konflikt-Team-Cops erpresst: Masken weg oder Demo vorbei. Das nennt sich dann Deeskalationsstrategie. Auf verzweifelter Suche nach Hierarchiestrukturen verlangten die Cops nach einem/r Anführer*in der Demo, doch blieben erfolglos.

Ehemalig besetzte Häuser wurden vom Demozug besucht – Stockfischhaus, Gun44 und Willy36 sind Zeichen der verfehlten und profitorientierten Wohnraumpolitik in Freiburg. Mit leuchtendem Feuerwerk endeten wir vor einer Ladezeile an der Ecke Adler-/Belfortstraße, die die Stadtbau seit Jahren leerstehen lässt und luden zum gemeinsamen Cornern ein.

LEERSTAND – WIDERSTAND!

 

Auf Indymedia haben wir folgende Soliaktionen gefunden.https://de.indymedia.org/node/29753

Auf der blauen Brücke und im Stühlingerpark hingen am Samstagmorgen zwei hübsche Banner. Danke an die kletterfreudigen Aktivistis! Link zum  Artikel  

Manchen Leuten ist das Stockfischhaus besonders ans Herz gewachsen. Link zum Artikel

Andere Menschen haben sich den Steinfiguren vor der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben in der Stefan-Meier-Straße angenommen, um auf Gentrifizierung und Wohnungslosigkeit im idyllischen und sauberen Freiburg aufmerksam zu machen.

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