Solidarität mit #besetzen in Berlin

Am 6.4. wurde in Berlin ein Laden besetzt und unter Anwendung von Gewalt rechtswiedrig geräumt. Auch wir waren nur einen Tag zuvor von Polizeigewalt betroffen. Wir wurden außerdem durch eine Allgemeinverfügung der Stadt geräumt. Wie in Berlin wurde auch in Freiburg nicht auf einen Räumungsantrag gewartet, sondern ohne einen Dialog Fakten geschaffen.

Solidarität mit # besetzen!

Mehr Infos zur Aktion und zur rechtswiedrigen Räumung unter: https://de.indymedia.org/node/31221

Bilder der Aktion unter: https://umbruch-bildarchiv.org/bizim-bakkal-besetzt/

Mehr Infos: https://besetzen.noblogs.org/

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Liveticker zur Wiederbesetzung der Mozart 3

Lest unsere Stellungnahme zur Räumung der Mozart3 am 05.04 hier!

18:00 Uhr: Die Mozart3 steht jetzt wieder leer dank Pozilei und Stadt – ein Missstand, den wir so nicht hinnehmen werden. Deshalb morgen: Aktionstag von Recht auf Stadt!

17:40 Uhr: Willkommenskonzert für festgenommene und mittlerweile wieder freie Person vor Wache Nord!

17:20 Uhr: Spontanpogo vor Polizeiwache! Ihr kriegt uns nicht klein!

17:19 Uhr: Mensch der zu Revier Nord mitgenommen wurde ist wieder frei!

17:10 Uhr: Hier noch die Allgemeinverfügung zur Räumung der Mozart3.

 

17:05 Uhr: Die erteilten Platzverweise dauern deshalb bis Montag, weil die Stadt Schiss hat, der Aktionstag am 06. 04. könnte zu weitern Aktionen führen. Zwinkersmiley.

16:53 Uhr: Die Polizei ist mittlerweile im Haus und zerstört die Banner.

16:50 Uhr: Zitat Allgemeinverfügung: „Gerade die längere Hinnahme solcher Grundstücksbesetzungen würde bei vergleichbar motivierten Menschen den Eindruck hervorrufen, dass fremdes Gelände, das momentan nicht erkennbar benutzt wird, beliebig für eigene Zwecke und Bedürfnisse in Beschlag genommen werden kann.“ Ganz richtig Herr Geugelin, wir nennen so etwas zivilen Ungehorsam! Und dieses Bedürfnisse decken finden wir auch ganz nett eigentlich. Naja, die „vergleichbar motivierten Menschen“ wissen ja jetzt Bescheid: Besetzen funktioniert!

16:35 Uhr: Stadt Freiburg räumt per Allgemeinverfügung. Platverweis an alle Menschen die sich in Mozart3 oder auf dem Gelände der Mozart3 befinden. Platzverweis gilt auch für Straße vor dem Haus.

16:20 Uhr: Einige Menschen machen sich auf den Weg zum Revier Nord, um GESA-Support für einen Menschen zu machen. Falls ihr Zeit habt, kommt vorbei! Auch vor dem Haus seid ihr wahrscheinlich nicht fehl am Platz, je mehr Menschen zuschauen desto weniger Quatsch kann sich die Polizei erlauben!

16:05 Uhr: Polizei hat Personalien von Menschen aufgenommen und erstattet wohl Anzeige. Die Willkür der staatlichen Organe zeigt sich mal wieder in voller Pracht!

16:00 Uhr: Polizei wirft Menschen auf (öffentlichem) Gehsteig Hausfriedensbruch vor, einem Menschen mit Karnevalsmaske in der Hand Vermummung. Absurd!

15:00 Uhr: Acht Wannen kommen zur Mozart3. Wir wünschen uns Support, kommt vorbei und zeigt Solidarität!

13:20 Uhr: Sehr ruhig alles bis jetzt. Nette Gespräche mit solidarischen Nachbar*Innen. Das Programm für heute steht auch!

12:00 Uhr: In der Mozart3 habt ihr die Möglichkeit, Briefe an Gefangene zu schreiben! Papier und Umschläge sind hier, kommt gerne vorbei!

11:00 Uhr: Häuser Leer? Schnauze voll!

9:35 Uhr: Zwei Beamte des Staatsschutzes sind vor Ort und machen Bilder vom Haus.

8:40 Uhr: Noch mal eine herzliche Einladung zum Frühstück hier in der Mozart3!

8:00 Uhr: Sicherheit geht vor! Um eine Räumung zu verhindern, wurden im Eingangsbereich der Mozart3 weitere Vorkehrungen getroffen.

7.15 Uhr: Die Mozartstraße 3 ist noch immer besetzt. Supporter*innen sind vor Ort. Es gibt Frühstück, Musik und gute Laune bei wärmender Feuertonne. Kommt vorbei und trinkt einen Kaffee!

Morgen gibt es ab 6 Uhr Frühstück in der Mozart3. Bringt gerne was zu Esen und Tee/ Kaffee mit. Wir freuen uns auf Euch!

22:10 Uhr: Es gibt weiterhin Musik bis Open End und gute Stimmung.

22:05 Uhr: Uns ist zu Ohren gekommen, dass mehrere Polizeiautos ihren Heimweg auf den Felgen antreten mussten. Bei uns ist die Luft noch nicht raus.

21:25 Uhr: Die Cops nerven Leute, weil sie in der Nähe vom Haus in Büsche pinkeln. Deshalb seid ihr Bullen geworden?

21:14 Uhr: Gute Stimmung unter den Supporter*innen. Kommt vorbei und feiert mit!

21:05 Uhr: Die Bullen stehen dumm rum. Neue Wanne trifft ein.

20:35 Uhr: Die Coppers bekommen die Vordertür nicht auf und ziehen sich vom Eingangsbereich zurück.

20:20 Uhr: Nachdem die Pozilei uns neben der Feuertonne auch die Teelichter weggenommen hat, haben sie angefangen die Menschen im Biergarten rumzuschubsen und versuchen aktuell über die Vordertür ins Gebäude vorzudringen.

19:50 Uhr: Der gefährliche Großbrand in der Feuertonne wurde heldenhaft mit großem Schlauch gelöscht.

19:47 Uhr: Die Freiburger Cops sind angesichts der Feuertonne überfordert und bekommt Unterstützung von der Feuerwehr.

19:30 Uhr:  Es gibt ein Konzert! Und viel gute Laune und Elan 🙂

18:59 Uhr: Menschen vor dem Haus wünschen sich Essen. Falls jemand auf dem Weg bei einem Verteiler vorbeikomt, wäre das ganz famos. Trotz des Wetters ist die Biergartensaison eröffnent. Kommt Alle in die Mozart 3!

18:27 Uhr: Nur falls es nochmal anfangen sollte zu regnen: wir bleiben stabil trocken. Kommt vorbei und schaut euch an wie dir Cops im Regen stehen.

18:24 Uhr: 10 Bullen und 30 Supporter*innen am Start. Um die Ecke nochmal drei Wannen und eine Streife.

18:15 Uhr: Die Cops wollen, dass wir das Feuer ausmachen. Zitat: Sie können sich nicht auf das Vesammlungsrecht berufen, wenn Sie eine Spaßveranstaltung sind.

18:10 Uhr: Die Bullen sind da!

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Wiederbesetzung der Mozart 3

– Mozart 3 wiederbesetzt – buntes Programm vorm Haus – Aktionstag Recht auf Stadt 6.4. –

Zwei Tage vor dem europaweiten Aktionstag für ein Recht auf Stadt wurde am 4. April die Mozartstraße 3 wiederbesetzt. Das Mehrfamilienhaus, das seit circa 10 Jahren dem Verfall und fast 3 Jahren dem Leerstand ausgesetzt ist, wurde bei der letzten Besetzung Anfang März bereits nach wenigen Tagen mit massiver Gewalt durch die Polizei geräumt. Die Besetzungskampagne Wohnraum gestalten (die WG) lässt sich von Repression und Gewalt durch die Behörden nicht einschüchtern und macht sich weiterhin gegen Leerstand und bezahlbaren Wohnraum in Freiburg stark.

Keine Besserung in Sicht

Seit der Räumung der letzten Besetzung ist ein Monat vergangen und keine Veränderung der Situation in der Mozartstraße 3 feststellbar. Im Gegenteil ist der Leerstand vom Eigentümer gewollt und von der Stadtverwaltung toleriert. Auf eine Anfrage von Radio Dreyeckland (RDL) gab das städtische Baurechtsamt an, dass der Eigentümer während der drei Jahre kompletten Leerstands bislang kein Bußgeld bezahlen musste. Stattdessen wird nach Wegen gesucht, den bekannten Leerstand zu rechtfertigen und die eigene Zweckentfremdungsverordnung zu umgehen:

„Fraglich ist ferner, ob es sich bei den Räumen noch um Wohnraum im Sinn der Zweckentfremdungssatzung handelt. Insofern sei auf § 3 Abs. 3 Nr. 5 der städtischen Satzung verwiesen, wonach Wohnraum nicht mehr vorliegt, wenn der Wohnraum einen schweren Mangel oder Missstände aufweist.“ So das städtische Baurechtsamt auf die Anfrage von RDL.

Die jahrelange Vernachlässigung des Mehrfamilienhauses in der Mozartstraße 3 durch den Eigentümer, der das Haus über viele Jahre alleine, und seit circa drei Jahren gar nicht mehr bewohnt hat, wird hier dabei völlig außer Acht gelassen. Eine Verantwortung des Eigentümers, seiner Familie oder seines rechtlichen Betreuers am derzeitigen Zustand des Hauses sieht die Stadtveraltung nicht.

„Um die Mozartstraße 3 vor dem weiteren Verfall zu schützen haben wir uns entschlossen, das Haus erneut zu besetzen und mit Leben zu füllen.  Damit protestieren wir gegen die Unfähigkeit der Stadtverwaltung, konsequent gegen den Leerstand in der Mozart 3 vorzugehen“, schildert eine Aktivistin ihre Motivation.

Ferienwohnungen zerstören Freiburgs Wohnraum

In direkter Nachbarschaft zur Mozart 3 finden sich unter der Hausnummer 1 die Freiburg Appartments. Der Eigentümer Michael Wagner vermietet seit einigen Jahren in Freiburg und Umgebung mehrere Dutzend Wohnungen als Ferienwohnungen an Tourist*innen und Geschäftsreisende. Häuser wie die Mozartstraße 1 oder Teile des Neubaus Vau7 im Vauban werden so dem ohnehin prekären Wohnungsmarkt Freiburgs entzogen. Dies geschieht trotz des Gemeinderatsbeschluss von 2014, der das Anbieten von Wohnraum als Ferienwohnung verbietet. Wagner begann schon 2017 damit, sich um Regulierungen herumzuschleichen, als er in der Mozart 1 normale Mietwohnungen zu Ferienwohnungen umwandelte. Nach Wagners Ansicht handelt es sich bei den Wohnungen um Gewerbeflächen. Das stellen wir infrage: die Mozart 1 ist vom Grundriss ein normales Mietshaus, in dem auch andere Parteien wohnen – und nicht etwa eine reine Bürofläche.

„Dass hier Wohnfläche für einen astronomischen Quadratmeterpreis vermietet wird, wollen wir als Misstand anprangern.“, kommentiert ein Aktivist bei der Begutachtung der Immobilie.

Gemeinsam gegen Verdrängung und Mietenwahnsinn

Am Samstag, den 6. April, mobilisiert das Recht auf Stadt- Netzwerk für einen europaweiten Aktionstag für eine solidarische Stadt.  Auch in Freiburg gibt es ein diverses Program: Unter anderem sind ein mietenpolitischer Stadtspaziergang durch den Stühlinger, ein Konzert und ein abschließendes Straßenfest im Metzgergrün geplant. Nähere Infos unter: https://www.rechtaufstadt-freiburg.de

Das Metzgergrün ist ein klassisches Beispiel von Verdrängung und Zerstörung bezahlbaren Wohnraums. Anstatt die 250 existierenden Wohnungen kontinuierlich in Stand zu halten, wurde schlicht gewartet bis eine Sanierung nicht mehr möglich scheint, um dann die bestehende Nachbarschaft zu entwurzeln und ein neues Viertel aus dem Boden zu stampfen. Erneut wird 50% Sozialbindung versprochen, doch über unangenehme Details wie etwa die Dauer dieser Bindung wird geschwiegen. Das lässt erahnen, wie die Stadtbau sich hier alle Türen der Verwertung offenhalten will, was auf Kosten der Menschen passiert, die langfristig bezahlbaren Wohnraum am dringendsten brauchen. Wir solidarisieren uns mit den Bewohner*innen des Metzgergrüns und rufen auf zu einem bunten, lautstarken und ermächtigenden Aktionstag am 6. April.

Einladung zum Straßenfest vor der Mozart3

Vor der Mozartstraße 3 laden wir zu einem gemütlichen Beisammensein ein! Wir möchten den Raum vor dem Haus mit euch gemeinsam gestalten. Wir immer gilt: Bringt euch ein, bringt mit, wen und was ihr um euch haben wollt. Einige Dinge sind bereits geplant: Wir möchten den Garten, von der  Polizei bei der letzten Räumung zerstört, mit einem neuen Beet beleben! Bringt Saatgut eurer Wahl mit! Außerdem sind Konzerte und Jamsessions geplant. Nach einem kleinen Input soll es eine Diskussion zum Thema Ferienwohnungen im aktuellen Wohnungsmarkt geben.

Wir freuen uns auf Unterstützung, Diskussion und ein angenehmes Miteinander in der Mozart 3!

Kontakt: die-wg-presse@riseup.net

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Soliparty für Wohnraum Gestalten (die [wg])

12.04.2019, 22 Uhr KTS (Basler Str. 103) Live: RENÉ BINAMÉ | KRAV BOCA | MR MARCAILLE | DJs: Seuchensepp, acab.ella, Panke&Wollpelz, Iguana

In den vergangenen Monaten begann eine kleine Hausbesetzungsoffensive der Initiative „Wohnraum Gestalten“ die durch die wiederholt öffentlich gestellte Eigentumsfrage zu einer Verstärkung der Debatte um eine Stadt für Alle beitrug. Da Eigentum ja bis zum ultimativen atheistischen Sakrileg heilig bleibt, führen solche Aktionen auch zu Repression. In der Guntramstraße 44 wurden bei der Räumung Anfang Dezember acht und in der Mozartstraße 3 im März vier Menschen vorübergehend festgenommen.

Höchste Zeit für eine fetzige Party für den guten Zweck! Mit Anarcho-froufrou-Disko-Punk beglückt uns zum Beginn des Abends RENÉ BINAMÉ (Belgien) – Ein Leckerbissen für Revolutionsromantiker*innen und Freund*innen des Pogo. MR MARCAILLE aka MR MARKKU aus Lille wird knackige heavy-freak-cello-sounds auspacken bis euch schlecht wird. Polit-hip-hop-punk-hardcore für das große Erwachen kommt von den knallharten KRAV BOCA aus Toulouse. Hinzu gibt es neben DJ SEUCHENSEPP knasternde Überraschungen aus dem Freiburger Untergrund von Ulk und Drama. Iguana, acab.ella, Panke und Wolpe sorgen für weitere Soundkulissen mit politischer und auch korrekter Musik auf Turntables und kleinerem Gerät. Wie bereits beim NoStruckture-Event im März könnte es bei gewissen DIY-Subkultur-Strömungen zu teilweise Nacktheit der KünstlerInnen kommen. Menschen, die das nicht ertragen, können sich im Alternativbereich an guter elektronischer Entspannungsmusik und hardcore-Kicker-Besteck amüsieren; für frische Getränke ist auf beiden Floors gesorgt.

Wer übergriffig wird fliegt hochkantig.

Love Stockfischhaus und Mozart3 – Hate technische Einheit Bruchsal 1312!

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Bunter Protest

Am Samstag haben wir uns über folgende E-Mail und die Fotos im Anhang sehr gefreut:

„Liebe WG,

dass die beiden wunderschönen, bunten und kreativen Orte, die ihr im Stühlinger erschaffen hattet wieder kahl und sauber gestrichen waren konnte ich einfach nicht langer ansehen. Mit Farbe kann nicht überdeckt werden, was in den Tagen der Besetzungen in der Guntram- und der Klarastraße entstanden ist. Stockfischhaus und Guntram44 bleibt!

Solidarische Grüße!“

Wir rufen weiterhin zu solidarischen Aktionen auf, die zeigen, dass wir Räumungen nicht tatenlos hinnehmen und auch in Zukunft Wohnraum in Freiburg gestalten werden!

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Tag X + 2

Nach den Räumungen der Klara17 und der Mozart3 hat die WG zu Tag X+2 aufgerufen.

In diesem Zuge wurde am Samstag, den 09. März eine Demo gegen Leerstand, Verdrängung und konkret gegen die Räumungen organisiert.

Hier ist ein Auszug aus dem Flyer: Am Donnerstagmorgen wurde die seit letztem Donnerstag besetzte Klara17 und die seit Montag besetzte Mozart3 geräumt! Beide Häuser sind nun wieder ungenutzt dem Leerstand ausgesetzt. Liebevoll gestaltete Freiräume wurden durch ein unverhältnismäßiges Polizeiaufgebot zerstört. Profitgier und Spekulation haben sich mithilfe staatlicher Gewalt vorerst gegen selbstorganisierte Wohnraumnutzung durchgesetzt.

Das haben wir nicht hingenommen, sondern uns mit 3000 Leuten  am Stühlinger Kirchplatz getroffen – jedenfalls war das die Einschätzung der Polizei nach ihrem Aufgebot zufolge. Kraftvoll, laut und bestimmt schritten wir umzingelt von mehreren Reihen Schwarzhelmen durch die Stühlinger Leerstandsszene. Statt unsere Kreativität durch bunte Fasnetmasken zu würdigen, wurde die erste Reihe des Demozuges bereits nach wenigen Schritten von angespannten Anti-Konflikt-Team-Cops erpresst: Masken weg oder Demo vorbei. Das nennt sich dann Deeskalationsstrategie. Auf verzweifelter Suche nach Hierarchiestrukturen verlangten die Cops nach einem/r Anführer*in der Demo, doch blieben erfolglos.

Ehemalig besetzte Häuser wurden vom Demozug besucht – Stockfischhaus, Gun44 und Willy36 sind Zeichen der verfehlten und profitorientierten Wohnraumpolitik in Freiburg. Mit leuchtendem Feuerwerk endeten wir vor einer Ladezeile an der Ecke Adler-/Belfortstraße, die die Stadtbau seit Jahren leerstehen lässt und luden zum gemeinsamen Cornern ein.

LEERSTAND – WIDERSTAND!

 

Auf Indymedia haben wir folgende Soliaktionen gefunden.https://de.indymedia.org/node/29753

Auf der blauen Brücke und im Stühlingerpark hingen am Samstagmorgen zwei hübsche Banner. Danke an die kletterfreudigen Aktivistis! Link zum  Artikel  

Manchen Leuten ist das Stockfischhaus besonders ans Herz gewachsen. Link zum Artikel

Andere Menschen haben sich den Steinfiguren vor der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben in der Stefan-Meier-Straße angenommen, um auf Gentrifizierung und Wohnungslosigkeit im idyllischen und sauberen Freiburg aufmerksam zu machen.

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Immer heiter, der Häuserkampf geht weiter!

Am 7. März haben Hundertschaften, die seit mehreren Tagen besetzten
Häuser in Freiburg geräumt. Der angespannte Wohnungsmarkt ist weiterhin
in aller Munde und unsere Aktion hat die Debatte auch um die Fragen von
Eigentum und Mietenwahnsinn intensiviert. Die große mediale
Aufmerksamkeit und die praktische Solidarität der meisten Nachbar*innen
in Herdern und im Stühlinger unterstreichen die weit verbreitete
Sympathie für unsere Hausbesetzungs-Kampagne.
Am Samstag rufen wir für 18 Uhr zur Protestversammlung auf dem
Stühlinger Kirchplatz auf. Die nächste Hausbesetzung wird nicht
warten bis das Dietenbachgelände erschlossen ist.

Stock-Fisch-Haus forever!

Die Räumung der Klarastraße 17 ist ins Leere gelaufen. Nachdem noch am
Vorabend hundert Menschen bei Vortrag, Volxküche und Kneipe den
Raum belegten, fand die anrückende Hundertschaft, die mit schwerem Gerät
zugange war, keine Besetzer*innen mehr vor, als Sie die Tür des Café
Klara demolierte. Michael Stock, der depressive Immobilienzocker und
mafiöse Vermieterfisch schlug alle Verhandlungsangebote aus, die seine
Immobilie noch in eine soziale Richtung hätten lenken können.
Mieter*innen seines Wohnungsunternehmens beschwerten sich am laufenden
Band vor Ort über den „unerträglichen Schlafhändler“ aus Littenweiler,
dessen DiMiSto-Verwaltungs GmbH aus der Poststraße hoffentlich einen
Knacks aus unserer Aktion trägt. Sein kläglicher Versuch durch
eigenhändiges Überstreichen der Grafitti an der Klara 17 auf den Knien
dürfte kaum genügen, um die verlorene Sympathie im Viertel und darüber
hinaus zu retouchieren. In Erinnerung wird vor allem das großartige
Kulturprogramm und die tolle Nachbarschaft bleiben – nicht ein Unsympath,
der Häuser zum Profit vollsaniert und Mieter*innen „als Hobby“ verdrängt.

Mozart für Alle!

An der Mozartstraße verlief die Räumung deutlich spektakulärer. Die
Einheiten brauchten fast drei Stunden, um bei massiver Beschädigung von
Fenstern und Türen vier Besetzer*innen im dritten Stock des Gebäudes
vorübergehend festzunehmen. Dass der schwerkranke Eigentümer Mellert
laut seinem rechtlichen Betreuer durch regelmäßige Zahlung einer Strafe
wegen Zweckentfremdung eine derartige Immobilie in bester Lage
leerstehen und verfallen lassen darf, ist auch unabhängig seiner
bedauerlichen persönlichen Lage ein Skandal. Zweckentfremdung bleibt
angesichts der Wohnungsmisere extrem problematisch und wird wie immer
über Kapital geregelt: Wer genug oder zu viel hat, darf auch zur
Ungerechtigkeit beitragen. Sein Eigentum verpflichtet nur in so fern,
dass der Stadtsäckel durch Gebühren gefüllt wird, die dann von der
Stadtbau GmbH in neue gewinnbringende Eigentumswohnungen investiert
werden dürfen. Diese Form des legalisierten Leerstandes trägt zur
unsozialen Entwicklung auf dem Wohnungsmarkt genauso bei, wie die
spekulativen Hobbys eines Feil, eines Stock oder eines Sauer-Konzerns.

No Justice – No Crime!

Der brachiale Einsatz der Hundertschaften zum Schutz der
kapitalistischen Normalität ist ein erneuter Ausdruck gescheiterter
Politik in Freiburg. Es wird nicht auf Dialog und Solidarität gesetzt,
sondern auf die gewaltsame Verteidigung des Wohlstandes stockdoofer
Eigentümer*innen. Mit einer nagelneuen MP7-Maschinenpistole posierte ein
Göppinger Polizist vor der besetzten Liegenschaft. Der Einsatz einer
technischen Spezialeinheit, die weiträumige Absperrung und eingesetzte
Zivilpolizist*innen zeugen von einem Klima der Angst, dass die
neoliberalen Entwicklungen von Prekarisierung und Austeritätspolitiken
unterstreicht. Die neuen Entwicklungen in Sachen Aufbau europäischer
Polizeistaaten und Rechtsruck gehen uns alle an: Hochulis Truppen waren
hiervon ein passender Ausdruck. Gegen die konkrete Repression und die
Vorwürfe von Hausfriedensbruch, Diebstahl und Sachbeschädigung kennen
wir nur eine Antwort: Die Solidarität!

Schmeck’sch d’Brägel?

Die Aktionen der letzten Tage waren ein erneuter wichtiger Angriff auf
verfehlte Stadtentwicklungspolitik. Die Verhältnisse von diebischem
Eigentum zwingen uns zu unseren Aktionen und die Kampagne „Wohnraum
Gestalten“ geht zwangsläufig weiter. Die ehrliche und großzügige
Resonanz der Bewohner*innen in Herdern und im Stühlinger bestärken uns in
jedem Fall. Wir sind viele, die unzufrieden mit der Vermarktung unserer
Lebensbedürfnisse sind. Ob es sich um Immofische oder -haie handelt, ist
angesichts des Hasses, der sich gegenüber ihren Aquarien polarisiert,
irrelevant. Viele Häuser in bester Lage stehen noch immer leer und
unsere Unzufriedenheit angesichts ihrer Arroganz der Macht wird schon
bald in neuen Aktionen ihren Ausdruck finden.

Es bleibt dabei: Nach der Räumung ist vor der nächsten Besetzung!

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Räumung der Mozart3 und Klara17

Besetzungen in Mozartstraße 3 und Klarastraße 17 werden geräumt!

Die Polizei räumt seit den frühen Morgenstunden die beiden Besetzungen
in der Mozartstraße 3 und der Klarastraße 17. In beiden Räumen
entwickelte sich über die letzten Tage ein Freiraum, der von
Unterstützer*Innen, Interessierten und der Nachbarschaft dankbar genutzt
wurde: Ob angeregte Diskussionen, spannende Vorträge oder einfach Kaffee und Kuchen, das Programm war so vielfältig wie die Menschen darin.

Dass dem nun von Seiten der Eigentümer mit Unterstützung der Polizei ein
Ende gesetzt wird, empfinden wir als einen Ausdruck der verfehlten
Freiburger Wohnungspolitik: Profitorientierte Unternehmen werden von
Seiten der Stadt in ihrem Tun unterstützt, während die aktive Gestaltung
von Freiräumen und das Nutzen von Leerstand kriminalisiert werden.

Wir wünschen uns eine breite Öffentlichkeit bei beiden Besetzungen
während der Räumung und weisen an dieser Stelle auf die Aktion „Tag X+2“ hin, welche zwei Tage nach der Räumung stattfinden wird. Dort möchten wir unsere Unterstützung für die Mozart3 und Klara17 deutlich machen und ein klares Zeichen für bezahlbaren Wohnraum setzen.

email: die-wg-presse@riseup.net
telefon:+44 7734 544 820
twitter: #squatfreiburg #Klara17 #Mozart3 #besetzen

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Mozartstraße akut räumungsbedroht

Besetzung in der Mozartstraße 3 akut räumungsbedroht –
Besetzungskampagne stellt sich gegen Zweckentfremdung

Seit Dezember 2018 wurden schon fünf Häuser im Rahmen der Kampagne Die
WG (Wohnraum gestalten) wieder mit Leben gefüllt. Neben dem
Stockfischhaus in der Klarastraße ist die Mozartstraße 3 seit Anfang der
Woche besetzt – und nun akut räumungsbedroht.

Die Mozartstraße 3 ist ein leerstehendes Haus, in dem sich fünf
Wohnungen befinden. Seit drei Jahren steht das Haus komplett leer, aber
schon seit zehn Jahren wird es immer weiter verfallen gelassen. Dass
Wohnraum auf diese Art zweckentfremdet wird ist in Freiburg keine
Ausnahme – aber die Stadtpolitik versagt dabei, dem einen Riegel
vorzuschieben.

„In einer Stadt, in der Wohnraum knapp und Mieten extrem hoch sind,
führt Leerstand zu Widerstand. Deshalb besetzen wir seit Montag dieses
Gebäude. Seit dem wurden im Garten Beete angelegt und wir haben mit
Bauarbeiten im Haus begonnen.“, so eine Besetzerin.

Vor der Mozart3 hat sich ein Treffpunkt etabliert, an dem bei Kaffee und
Kuchen diskutiert und musiziert wird. Langfristig soll hier ein Projekt
aufgebaut werden, das gemeinschaftliches Wohnen unabhängig von
Freiburger Mietpreisen ermöglicht. Der Keller eignet sich um offene
Werkstätten, Kulturräume oder eine Bar einzurichten; im Garten können
sich Kinder zwischen den neu angelegten Beeten austoben. Dabei wird
nicht nur dringend benötigter Wohnraum geschaffen, auch der Stadtteil
Herdern, den sich häufig nur Besserverdienende leisten können, wird
sozial heterogener.

„Da sich der Besitzer des Hauses in Pflege befindet, hatten wir Kontakt
zu seinem Betreuer. Es stellt sich heraus, dass der Besitzer das Haus
nicht mehr nutzen kann, aber es auch nicht verkaufen oder vermieten
möchte – der Leerstand ist von ihm gewünscht. Dass das möglich ist,
halten wir für untragbar. Wenn die Stadt es nicht schafft, der
Zweckentfremdung vorzubeugen, müssen wir das selbst in die Hand
nehmen.“, betont eine Aktivistin.

Gegen die Besetzung in der Mozart3 wurde bereits ein Strafantrag
gestellt. Es ist davon auszugehen, dass das Haus heute ab 9:00 Uhr
geräumt werden kann. Im Falle einer Räumung wird aufgerufen, zwei Tage
darauf gegen Leerstand, Verdrängung und die scheiternde Freiburger
Wohnungspolitik zu demonstrieren. Treffpunkt ist der Stühlinger
Kirchplatz um 18 Uhr.

Trotz der drohenden Räumung machen die Aktivistinnen und Aktivisten
deutlich: „Wir halten es für notwendig, das Haus besetzt zu halten und
für selbstverwalteten Wohnraum zu kämpfen – Mozart3 und das
Stockfischhaus in der Klarastraße bleiben! Kommt vorbei und zeigt euch
solidarisch!“

Freiburg, 7. März 2019

diewg.noblogs.org
Mail: die-wg-presse@riseup.net
Telefon: +44 7734 544 820
#diewg #besetzen

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Support gewünscht!

Besetzen, Halten, Wohnraum Gestalten!

Wir besetzen seit Donnerstag die Klara17 und seit Montag die Mozart3! Jetzt brauchen wir euch, um die beiden Häuser zu halten!

Komm vorbei! Wir brauchen Supportis, die das Café in der Klara17 beleben und dort präsent sind. Wir brauchen radikale Kaffee-, Tee-, Essensköch*innen. Wir brauchen verrückte Kuchen-, Quiche-, und Chips-Bäcker*innen. Wir brauchen Menschen, die nachts im Café schlafen und die nachts draußen nach Cops Ausschau halten. Wir brauchen Menschen mit Drucker, Besen, Toiletten in der Nachbarschaft.

Du bist das Programm! Jede Person hat Fähigkeiten, die sie weitergeben kann. So auch Du! Welchen Skill wolltest du schon immer mal in einem Workshop mit anderen Leuten teilen? Einrad fahren?! Schimpfwörter auf Französisch?! Flöte spielen?! Crypto-Workshop?! Oder bist du gerad voll in einem Thema drin und würdest gerne eine Gesprächsrunde initiieren zu Wohnungsnot, Kapitalismus, Feminismus, Kunst im 19.Jahrhundert oder den Abgasskandalen?! Schreib uns eine Mail an die-wg(ät)riseup.net, wann du was anbieten kannst! Oder komm in der Klara17 vorbei und schreib es direkt auf den Programmplan.

Wir sind viele! Erzählt euren Freund*innen, Mitbewohnis, Kolleg*innen, Genoss*innen von uns! Erzählt, dass wir Menschen vor den Besetzungen brauchen! Spreadet die Botschaft über eure Netzwerke! Erzählt den Journalisti in eurem Bekanntenkreis von uns und wieso es so wichtig ist, gegen Wohnungsnot zu besetzen!

SMS Verteiler! Wir arbeiten gerade an einem SMS Verteiler, um Menschen über Räumungen schnell zu informieren. Ihr wollt da drauf? Schreibt uns eine Mail!

GeSa Support! Besetzen heißt Repressionen in Kauf nehmen. Falls Besetzis von der Polizei aus einem Haus geräumt und in die Gefangenensammelstelle (GeSa) mitgenommen werden, brauchen wir solidarische Menschen vor der GeSa. Menschen, die laut gegen die Festnahme protestieren und die den Besetzis bei der Entlassung willkommen heißen.

Repressionen? Denkt immer dran, solange ihr im Haus seid und die Polizei räumt, kann euch Hausfriedensbruch vorgeworfen werden. Wir haben Broschüren und detaillierte Infos im Café „Alles Klara?!“ ausgelegt. Sprecht die Menschen im Café an, wenn ihr euch unsicher seid! Lasst uns zusammenhalten gegen Repression!

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