Presseberichte zur Partybesetzung Kapellenweg 15

Die Badische Zeitung berichtet:

https://www.badische-zeitung.de/freiburg/wieder-ein-leerstehendes-haus-kurz-besetzt

Fudder berichtet:

https://fudder.de/aktivisten-besetzen-haus-auf-dem-freiburger-lorettoberg

RDL berichtet:

https://rdl.de/beitrag/neue-besetzung-auf-dem-lorettoberg

Das schreibt die Polizei:

https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/110970/4183032

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Liveticker zur „WG-Party nr.1“ (Kapellenweg 15)

22:30 – Eine buntgemischte Gruppe zieht gemeinsam bergauf, in Richtung des leerstehenden Hauses im Kapellenweg. Die Stimmung ist gut.

22:43 – Ankunft im Kapellenweg. Die Menschen machen sich vertraut mit der Umgebung. Staunen gemeinsam über die Schönheit des Hauses, des Ausblicks und wundern sich darüber, dass ein solches Objekt nun seit über 2 Jahren ungenutzt bleibt.

Die Musik läuft – der Tanzraum ist eröffnet!

23:45 – Zwei Streifen sind eingetroffen. Die Party läuft – kommt vorbei!

00:37 – Zwei Polizisten betreten ohne Ankündigung das Haus, versuchen mit Menschen zu reden und verlassen es nach kurzer Zeit wieder.

01:13 – Die Zahl der Polizei vor Ort hat sich inzwischen wieder reduziert, es wird weiter gefeiert, kommt vorbei, und genießt den Abend!

03:00 – Die Party wurde nun freiwillig beendet. Mehrere Polizeifahrzeuge nähern sich dem Haus und die Hunde der Hundestaffel bellen. Die letzten Besetzer_innen beschließen, das Haus und das Gelände zu verlassen. Mehrere Polizeibeamte betreten das Haus und beleuchten mit hellen Scheinwerfern das umliegende Gelände.

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Pressemitteilung zur „WG-Party nr.1“ (Kappellenweg 15)

Auftakt-WG-Party
Unser amtierender Bürgermeister hat im vergangenen Wahlkampf mehr Wohnraum für alle angekündigt. Trotz akuter Wohnungsnot geht die Stadtverwaltung jedoch nicht wirksam gegen bestehenden Leerstand vor.

Wir stellen uns hinter die „WG Freiburg – Wohnraum gestalten“ und setzen uns für mehr Teilhabe an der Gestaltung von Wohnraumpolitik und Stadtbild ein.
Denn Wohnraum muss wieder bezahlbar werden!
Luxussanierungen sind genauso unverantwortlich wie Leerstand.
Sie sind Auslöser von Gentrifizierung.
Diese Hausbesetzung ist ein Zeichen gegen diese Entwicklung.
Sie ist weiterhin ein Protestfest gegen das städtische Abwürgen subkultureller Freiräume, kurz: Clubsterben (wie derzeit das Wheit Rabbit).

Wir sind für kulturellen Reichtum und ein vielfältiges Nachtleben in Freiburg.
Da die Stadtverwaltung nicht handelt, erschließen und genießen wir neue Tanzräume!

Deshalb HEULT heute Nacht das MARTINsHORN!!!

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Liveticker Dreikönigshaus

Freitag, 10:00 – Pressekonferenz findet mit wie von Zauberhand erschienen Transpis am Haus statt 🙂

19:05 – Festgenommener Mensch aus Revier Süd wurde freigelassen.

19:00 – Polizei und Feuerwehr wird kalt und sie ziehen komplett ab. Party um die Feuertonne am Laufen. Das Haus ist komplett verbarrikadiert.

18:40 – Kommt trotzdem weiterhin zur Schwarzwaldstraße 31 (Dreikönigshaus) und zeigt, dass ihr für die Rückeroberung von Leerbauten seid!

18:30 – Feuerwehr ist da und verbarrikadiert die oberen Stockwerke, sowie die Außentüren. Stimmung vor dem Haus trotz allem ausgelassen, denn wir lassen uns von euch nicht einschüchtern.

18:20 – Es gibt einen Aufruf, dass Leute zum Polizeirevier Süd gehen, und dort für die Freilassung des einen festgenomenen Menschen protestieren!

18:15 – Cops sind aus dem Haus wieder raus, aber stehen ums Haus komplett rum und lassen niemensch rein. Menschen protestieren immer noch vor dem Haus.

17:55 – Die wunderschönen selbstgemalten und schlagkräftigen Transpis werden von Cops heruntergerissen.

17:50 –   Polizei spricht 2 Menschen Platzverweise aus, weil sie in der Nähe des besetzten Hauses an der Dreisam spazieren waren. What?!

17:48 – Mittlerweile ist Presse vor Ort. Hoffentlich mit ein paar guten Beiträgen zu Gentrifizierung und Mieterhöhung!

17:43 – Polizist*innen haben sich Zugang zu den oberen Stockwerken verschafft. Wollen die etwa mitbesetzen?! Nein, wohl eher Menschen, die um bezahlbaren Wohnraum kämpfen, festnehmen. „Schämt euch“-Rufe von der Menschenmenge draußen!

17:35 – Ein Mensch wurde festgenommen. Ist wohl auf Revier Süd. Unterstützt den Menschen gerne dort laut von draußen! Cops immer noch nur im unteren Geschoss.

17:35 – Die Räumung begint! Polizei im unteren Ladengeschoss. Bislang noch nicht in den oberen besetzten Ebenen.

17:30 – Polizei blockiert blockiert Ein- und Ausgänge. Von Räumung ist noch nichts zu merken.

17:15 20 Einsatzkräfte hinter Haus, laut denen ein Strafantrag von der Stadt Freiburg gestellt wurde! Jetzt wäre ein guter Zeitpunkt für die Stadträte die sich bei der Guntramstraße solidarisiert haben, etwas zu tun!

16:58 – Einige Mannschaftswägen der Polizei vor Haus, ~5 Polizisti stehen an Haltestelle Brauerei Ganter und filmen. Lagerfeuer brennt und Snacks stehen bereit. Außerdem gibt es auch eine offline-Timeline vor dem Haus. Wir wünschen uns gerne Support!

16:20 – Zwei Polizisti laufen am Haus vorbei, wollen einen Perso kontrollieren. Nachdem sie diesen nicht kriegen, melden sie die Besetzung. Zitat: „Das Haus gehört ja der Stadt, vielleicht könnt ihr dieses mal länger drin bleiben.“ Kommt wie immer gerne vorbei! Es gibt im Erdgeschoss eine lange Tafel mit Essen:)

16:00 – Das Dreikönigshaus in der Schwarzwaldstr. 31 in Freiburg ist besetzt! Der Laden im Erdgeschoss wird als Café und Kneipe wiedereröffnet, Essen und Getränke vor Ort. Wir wünschen uns viele nette Menschen die vorbei kommen und uns unterstützen!

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Presseberichte zur Besetzung der Schwarzwaldstraße 31

Die Badische Zeitung berichtet: http://www.badische-zeitung.de/polizei-soll-besetztes-haus-raeumen-doch-besetzer-sind-weg

Badenfm berichtet: https://www.baden.fm/nachrichten/aktivisten-besetzen-weiteres-leerstehendes-haus-in-freiburg-377845/

RDL berichtet: https://rdl.de/beitrag/dreik-nigshaus-besetzt

https://rdl.de/beitrag/war-die-r-umung-des-dreik-ngshauses-rechtswidrig-legal-illegal-schei-egal

https://rdl.de/beitrag/stadt-freiburg-k-ndigt-abriss-des-dreik-nighauses

 

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Presseberichte zur Besetzung der Guntramstraße 44

Radio Dreyeckland berichtete – mit News Ticker!
https://rdl.de/beitrag/ermahnung-des-ob-wegen-hausbesetzung-guntram-44

rdl.de/beitrag/die-guntramstr-44-im-st-hlinger-ist-besetzt

die BZ berichtete:
www.badische-zeitung.de/haus-in-der-freiburger-guntramstrasse-besetzt

www.badische-zeitung.de/hausbesetzer-wollen-ein-zeichen-gegen-verdraengung-setzen

http://www.badische-zeitung.de/freiburg/polizei-raeumt-besetztes-haus-in-der-guntramstrasse-44–161559783.html

http://www.badische-zeitung.de/hausbesetzer-kuendigen-weitere-aktionen-auf-pressekonferenz-an

https://www.badische-zeitung.de/meinung/kommentare/muenstereck-recht-und-widerstand

http://www.badische-zeitung.de/freiburg/einige-freiburger-stadtraete-rufen-zu-hausbesetzungen-auf–161722459.html

Fudder:

http://fudder.de/polizei-raeumt-besetztes-haus-in-der-guntramstrasse–161559783.html

Polizeimeldung:

https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/110970/4138057

Der Sonntag berichtete:

http://img.der-sonntag.de/dso-epaper/pdf/DS_frs_09.12.2018.pdf

Interviews:

Hausbesetzung in Freiburg: „In dem Haus sind schon ganz viele Scheißdinge passiert“

AfD gibt einen Nachtrag:

https://freiburg.afd-bw.de/aktuelles/news/13955/Pressemitteilung%3A+SPD-Stadtrat+macht+sich+mit+Kriminellen+gemein%21

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Pressemitteilung 21. 12. zur Räumung des Weihrauchhauses

Freiburger Stadtoberhäupter greifen hart gegen Besetzungen durch          
                         
Gestern Nachmittag besetzten Aktivist*innen der Kamapagne „Die WG“ (Wohnraum gestalten) das leerstehende Dreikönigshaus in der Schwarzwaldstraße 31.
Die Besetzung wurde zwei Stunden lang aufrecht erhalten, danach wurde das Haus von der Polizei geräumt. 
Nachdem die Besetzung um 15:40 öffentlich gemacht wurdebegannen die Aktivist*innen die oberen Stockwerke durch Reparaturen und Aufräumarbeiten wieder bewohnbar zu machen.
Die Ladenfläche im Erdgeschoss wurde als Nachbarschafts-Café eingerichtet. Währenddessen gab es vor dem Haus ein Büffet mit Suppe, Salaten und Snacks. An einem weiteren Tisch gab es Updates und Informationen zur Aktion.
Auf der Grünfläche am Haus sammelten sich an diesem Spätnachmittag etwa 70 solidarische Menschen, die bei einem Lagerfeuer Musik machten. Die Feuertonne entwickelte sich zu einem Treffpunkt an demsich auch Menschen wärmten, die eigentlich auf die Straßenbahn warteten und sich spontan für die Besetzung interessierten.
Aktivist*innen verteilten Flyer, um auf die die Besetzung aufmerksam zu machen und Passant*innen zu informieren. Andere gaben den Pressevertreter*innen vor Ort Interviews zu den Wohraumproblematiken in FreiburgGerade mal eine Stunde nach der Öffnung des Hauses, stellte die Stadt laut Aussagen der Polizei einen Strafantrag, ohne jemals das Gespräch mit der WG gesucht zu haben
Die bis dato schwach vertretene Polizei reagierte daraufhin mit Videoaufnahmen der Hauseingänge. Kurze Zeit später trafen weitere Einsatzkräfte ein, und positionierten sich in der Nähe des Hauses.Gegen 17:30 Uhr umstellten etwa 40 mit Schild und Helm ausgerüstete Beamt*innen das Gebäude und drangen unter Protest direkt in das Café ein. Nach  einer Viertelstunde verschafften sie sich Zugang zu den oberen Stockwerken und entfernten die Transparente an der Fassade. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich keine Personen im Haus. Während der gesamten Räumung gab es lautstarke Sprechchöre und Protestlieder.
Um 18:30 Uhr traf die Freiburger Feuerwehr ein, um die Hauseingänge mit Brettern zu verschrauben. Eine halbe Stunde später zogen sowohl Polizei als auch Feuerwehr ab. 
Während der Räumung gab es eine Festnahme vor dem Haus. Außerdem sprach die Polizei zwei Personen, die sich in einiger Entfernung zum Haus befanden, Platzverweise aus.
Das Dreikönigshaus ist ein Symbol verfehlter Wohnungspolitik: Neben dem Essenstreff steht ein städtisches Gebäude leer. Während hunderte Menschen auf der Strasse leben und auch viele andere unter den viel zu hohen Mieten leiden, lässt die Freiburger Stadt ein riesiges, denkmalgeschütztes Haus in bester Lage verrotten. Stadt und Regierungspräsidium spekulieren darauf das Haus für den ab 2025 geplanten Bau des Großbauprojekts „Stadttunnel“ einzureißen, offensichtlich hält die Stadt es nicht für nötig sich Gedanken über eine sinnvolle Zwischennutzung zu machen. Der Stadttunnel ist die konsequente Fortführung der Schwarzwaldautobahn B31-Neu, gegen die es in den 90er Jahren vermehrt Proteste gab. Wie die alten Gasthäuser in Günterstal und Zähringen wird nun auch hier Architekturgeschichte vernichtet und günstiger Wohnraum unmöglich gemacht.
Trotz der lebhaften Diskussion und positiver Haltung vieler Stadträt*innen gegenüber Hausbesetzungen fand die Räumung eines städtischen Gebäudes nach gerade einmal zwei Stunden und ohne jegliche Verhandlungen statt. Horn und Breiter gaben im Alleingang den Befehl zur direkten Räumung und legten durch ihre Kompromisslosigkeit ein absolut undemokratisches Verhalten an den Tag, was auf großesUnverständnis vieler Stadträt*innen stieß. 
In einer Stadt wie Freiburg, in der akute Wohnungsnot herrscht, ist solch ein arrogantes Vorgehen nur Hohn gegenüber denjenigen, die sich die viel zu teuren Mieten nicht leisten können. 
Auch die Begründung der Räumung ist vorgeschoben: Angeblich sei der Vogelkot im Haus gesundheitsschädlich, weshalb die Besetzer*innen zu ihrem eigenen Schutz geräumt werden müssten. Jedoch wurden die Polizeibeamt*innen nicht über dieses Risiko informiert und ihnen so die Möglichkeit genommen, die eigene Gesundheit zu schützen. Auch heute entfernten Streifenpolizisten ohne jegliche Schutzmaßnahmen Transparente, die überraschend aus dem gestern so schnell geräumten Haus hingen.
Die Räumung der Schwarzwaldstraße 31 zeugt von einem autoritären Klima, in welchem der neue Oberbürgermeister wie sein Vorgänger Dieter Salomon seine politische Linie mit staatlicher Gewaltdurchsetzt, statt auf Verhandlungen zu setzen und eigene rechtliche Spielräume zu nutzen. Es gab mehrere Platzverweise und eine Ingewahrsamnahme am Rande der Räumung – Die Person konnte nach knapp zwei Stunden von einer Gruppe solidarischer Menschen in Empfang genommen werden. Es ist nicht nachvollziehbar: Während Martin Horn auf politische Erfolge durch das Leerstandskataster hofft, wird die Nutzung leerstehender Objekte verhindert.
Wir wehren uns gegen eine autoritäre Tendenz, die von Sicherheitspartnerschaft über Polizeigesetzesnovellen hin zur alltäglichen Verpolizeilichung der kommunalen Politik eine Stadt der Unfreiheit errichtet. 
Trotz der kurzen Dauer der Besetzung halten wir den Tag für einen Erfolg. Es ist uns gelungen auf den Verfall städtischer Gebäude hinzuweisen, die Wohnraumthematik wieder in den öffentlichen Diskurs zu bringen und die unsoziale Politik Martin Horns zu demaskieren. Die Freiburger Stadtverwaltung hat gestern mal wieder gezeigt wo sie steht. Das haben wir auch. Und wir werden es wieder tun.
Wir haben gerade erst begonnen!
Das Weihrauchhaus bewohnbar machen!
Die WG (Wohnraum gestalten)
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Pressemitteilung zur Besetzung Dreikönigshaus

20.12.18 Dreikönigshaus besetzt

Einladung zur Pressekonferenz, morgen den 21.12 um 10 Uhr, Schwarzwaldstrasse 31

Seit heute Nachmittag um 15:40h halten wir das seit Jahren leer stehende Haus in der Schwarzwaldstraße 31 besetzt. Diese Besetzung ist Teil der Kampagne „Wohnraum gestalten“, die gegen die Freiburger Verhältnisse von unsagbar hohen Mieten, Verdrängung und einer unsozialen Wohnungspolitik vorgeht.

Das der Stadt gehörende Haus steht seit etlichen Jahren leer, seit 2013 steht ein möglicher Abriss für den Bau des „Stadttunnels“ab 2025 zur Diskussion.

2015 brannte der Mittelteil der ehemals drei in Reihe gebauten Häuser unter mysteriösen Umständen ab. Das Mittelhaus, das wie das gesamte Dreikönigshaus unter Denkmalschutz stand, wurde trotzdem ohne Pläne eines Wiederaufbaus abgerissen. Wohl auch zugunsten des 300-Millionen Projekts „Stadttunnel“ gibt es keine Pläne für die immer noch bestehende Brache.

Die Mitte des 18. Jahrhunderts erbaute Gaststätte wurde 1921 der Stadt zugeführt und als Volxküche verwendet, später wurde das Dreikönigshaus von verschiedenen Wohlfahrtsorganisationen genutzt.

Der nun freistehende Westteil wird noch heute als Essenstreff gerne besucht. Es ist zynisch: direkt neben dem Essenstreff, der warme Mahlzeiten an Bedürftige und Wohnungslose verteilt, steht seit Jahren ein Haus leer. Das Dreikönigshaus ist ein Symbol für die Freiburger Wohnungspolitik: Während die Mieten steigen und bedürftige Menschen auf der Strecke bleiben, stehen sogar städtische Gebäude leer. Hier bringen weder die leeren Worte des Stadtrats, noch der unzureichende Mieterhöhungsstopp der Stadtbau etwas. Statt sich Gedanken über eine nötige Renovierung und die Instandhaltung des Gebäudes zu machen, lässt die Stadt Zeit verstreichen. Sie diskutiert 12 Jahre vor dem geplanten Start der Baustelle des Monsterprojekts über einen Abriss und macht sich offensichtlich keine Gedanken über eine zwischenzeitliche Nutzung des Gebäudes.

Wir möchten das Haus wieder nutzen, es als Wohnraum und sozialen Treff gebrauchen. Deshalb ist die Ladenfläche im Erdgeschoss ab sofort als Kneipe und Café eröffnet, für die darüber liegenden Wohnungen möchten wir Pläne zum gemeinschaftlichen Wohnen schmieden.

Als ersten Schritt zur erneuten Nutzung haben wir das verwahrloste Haus von den im Dachgeschoss befindlichen Taubenleichen befreit und werden damit anfangen die Schäden im Dach zu reparieren. Unser Ziel ist die erneute Instandsetzung des Gebäudes; wir wollen der gezielten Verwahrlosung bewohnbarer Häuser, durch Instandbesetzungen und Reparaturen etwas entgegensetzen. Unser Kampf richtet sich gegen die sozial untragbare Wohnpolitik der Freiburger Stadt, es ist notwendig durch direkte Aktionen sozial verträglichen, kostenlosen und selbst gestalteten Wohnraum zu schaffen.

Also kommt vorbei, bringt euch ein, und quatscht mit uns bei Kaffee und Snacks.

Wir bleiben Alle!

Kontakt:

die-wg-presse@riseup.net

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Pressemittelung zur Hausbesetzung in der Guntramstrasse 44 am 8.12.2018

Samstag morgen um 7 Uhr haben wir die Guntramstrasse 44 besetzt und damit das leerstehende Haus für die Nachbarschaft und Interessierte geöffnet. Vor dem Haus wurde mit Passanten und Passantinnen bei gelassener Stimmung über die prekäre Wohnsituation vieler in Freiburg geredet. In den ersten Stunden der Besetzung kam es hauptsächlich zu Begenungen mit Nachbarn und Nachbarinnen, aber auch der Kultur- und Sozial-Bürgermeister Kirchbach stattete uns einen Besuch ab und schickte nach einer Unterhaltung mit den Besetzer*innen Bilder an die Stadtrat-Whatsappgruppe. Auch kam Gabi Roland zum Plausch und erzählte über die aktuelle Mietsituation im Stühlinger. Die Situation blieb soweit entspannt. Irgendwann tauchten ein paar Polizisten auf, filmten das Geschehen kurzzeitig und verschwanden dann wieder, ehe sie später mit einer Hundertschaft zur Räumung anrückten.

In der Zwischenzeit erschien der „Eigentümer“ Bertram Feil, welcher sich zuerst als einer der verdrängten Mieter ausgab und sich erst nach konkreter Nachfrage zu erkennen gab. Zu dem angeblich geplanten Hausbesuch kam Bertram Feil mit Familie. Bertram Feil, welcher sich in Diskussionen mit den Besetzer*innen immer wieder in die Opfer-Rolle rückte, versuchte dies im Kontrast seiner Kindern und der Barrikaden verstärkt zu verbildlichen. Im Rahmen der Diskussion behauptete er von sich, dass er sich seinen Status erarbeitet habe und dass die ehemaligen Bewohner*innen sich nicht genug bemüht hätten. Frei nach dem Motto: „Nur wer hart arbeitet, verdient gutes.“. Auch konstruierte er eine große Verschwörung aus Medien und Sozialdemokratie, die ihn in der Vergangenheit als Lügner und nicht als Wohltäter dartsellten. Im weiteren Verlauf wurde er außerdem gegen eine besetzende Person handgreiflich und versuchte selbstständig unsere Barrikaden zu demontieren. Nach einem getätigten Anruf gab er uns gegen 12:30 ein Ultimatum von einer Stunde und verließ das Haus.

Um 14 Uhr konnte trotz der abgelaufenen Frist die Pressekonferenz im frisch eingerichteten Wohnzimmer stattfinden. Neben Stadträten aus JPG und der SPD erschienen dort auch zwei ehemalige Mietparteien, welche ihre Erfahrungen mit dem züricher Arzt und dem Rausschmiss im letzten Jahr mit den Besetzenden teilten. Im Gegensatz zu seinen Behauptungen gaben die ehemaligen Mieter*innen detaillierte Einblicke in die aussichtslosen Kämpfe gegen die Eigenbedarfsanmeldung und terrorisierende Methoden, wie beispielsweise die Überwachung bestimmter Teile des Hauses durch Kameras, das willkürliche Abschalten von Strom und Internet, sowie den Ausbau der Gasheizung im Winter.
Walter Krögner (SPD) bedankte sich für die „längst überfällige Aktion“ und blieb gemeinsam mit Stadtrat Sergio Schmidt (JPG) im Haus.

Gegen Nachmittag bekamen wir vom, trotz Einladung zur Pressekonferenz nicht erschienen, Dr. Feil Besuch, der erneut versuchte gewaltsam in das Haus zu kommen.
Nach erneuter Aufforderung an uns, das Haus zu verlassen, verließ er es und es konnte wieder Ruhe einkehren. Gegen 16 Uhr folgten aber seinen Worten Taten- in Form von 40 behelmten und beschildeten Polizist*innen mit Hunden. Ohne Ankündigung, Kontaktaufnahme oder Anruf auf unserem Polizei-Kontakt-Telefon, prügelte sich die Polizei den Eingang frei. Dabei wurden die Menschen vor dem Haus durch Tritte, Schubser und Würgegriffe aus dem Weg geräumt. Unter dem Protest der Aussenstehenden räumten die Helmträger*innen das Haus, im Gebäude wurden acht Personen festgenommen und später auf das Revier-Nord gefahren. Die Menschen vor dem Haus ließen es sich nicht nehmen nach einer spontanen Demonstration die wieder Freigelassenen vor dem Revier in Empfang zu nehmen.

Rückblickend werten wir den Tag, aufgrund der vielen positiven Gespräche mit Anwohner*innen und deren zahlreiche Unterstützung und die Aufmerksamkeit durch lokale Presse und Freiburger Kommunalpolitiker als Erfolg. Durch die Besetzung ist es uns gelungen auf die konkret stattfindende Verdrängung aufmerksam zu machen und Alternativen zum Bestehenden aufzuzeigen.

Wir werden auch in Zukunft noch von uns hören lassen, denn unser Ziel ist eine Stadt für Alle in der jede*r dort wohnen kann wo er/sie/es möchte, wo Wohnraum zum wohnen und nicht als Geldanlage dient und Menschen sich frei entfalten können. Dafür ist es nötig weiter Häuser zu besetzten, in einen gesellschaftlichen Diskurs zu treten und Utopien zu leben. Wir halten wir es für legitim und notwendig Gesetze zu brechen und Eigentum in Frage zu stellen. Wir haben auf jeden Fall noch weitere Häuser im Blick.

In diesem Sinne: Auf ein neues Türchen!

Die WG (Wohnraum Gestalten)

Presse: die-wg-presse[ät]riseup.net

Kontakt: die-wg[ät]riseup.net (auch mit PGP)

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Liveticker

EA-Nummer: 0761 409 7251

18: 10 Alle 8 Menschen sind frei!

18:00 6 Menschen sind wieder raus. Ein oder zwei fehlen noch.

Es warten 30-40 Menschen vor dem Revier.

17:35 Die Demo befindet sich nun vorm Polizeirevier. Die erste Person wurde freigelassen!

17:10 Das Haus ist jetzt geräumt. Banner wurden vernichtet. Fünf Gefangene wurden zum Polizeirevier Nord gebracht.

Eine Sponti macht sich jetzt von der Guntram 44 auf den Weg dahin.

Kommt zahlreich und zeigt euch solidarisch!

17:00 Es sind weiter viele Menschen und Musik vor dem Haus.

16:50 Auf Grund des plötzlichen Auftauchens und des Unterlassens von Ankündigungen seitens der Polizei haben sich Menschen im Erdgeschoss aufgehalten, die das Haus dann nicht mehr verlassen konnten. Diese Supporter*innen wurden nun festgenommen.

Falls Repressionen auf diese Menschen zukommen sollten, werden wir diese gemeinsam solidarisch tragen!

16:25 – Es ist mehr Polizei als Aktivisti bei der Guntramstraße. Kommt vorbei und helft, ein Zeichen gegen die momentane Mietsituation zu setzen.

16:11 – Die Polizei machte keine Ankündigungen bevor sie Gewalt anwendete. Eine ihr zur Verfügung gestellte Kontaktnummer wurde nicht angerufen.

16:07 – Ungefähr 40 Polizisti mit Hunden drängen Aktivisti auf der Straße mit Griffen an den Hals und Schlägen zurück, stellen sich zwischen Haus und Menschen auf der Straße, gehen ins Haus. Im Haus befinden sich noch Personen.

15:00 – Pressekonferenz nach wertvollem Input der vertriebenen MieterInnen beendet. Vielen Dank an alle fürs Kommen und Reden. Wir freuen uns wahnsinnig über den Dialog und Austausch! Derweil ist die Polizei nicht zu sehen. Viele Menschen sind vor dem Haus die Stimmung ist gelassen-heiter.

14:45 – Stadträte befinden sich nach der Pressekonferenz weiter im Haus

14:00 – Pressekonfernz der Guntram 44

13:50 – Die Badische Zeitung berichtet! https://tinyurl.com/ybj6uh8w

12:38 – Eigentümer stellt Ultimatum von einer Stunde. Zitat „Nicht jeder hat das Recht, zu wohnen wo er will“. Wir finden schon!

12:00 – Eigentümer dreht Sicherungen raus, versucht sich als Opfer darzustellen. Schwer zu glauben, wenn  4 Wohnungen für zwei Familien herhalten sollen und dafür 4 Familien rausgeschmissen werden. Durchschnittliches Monatsgehalt Arzt in Schweiz übrigens 16.000€ brutto.

11:30 – Eigentümer geht in Wohnung, packt Sicherheitskameras und Lampen ein. Kommunikativ, redet mit Aktivistis, reißt dann jedoch einem maskierten Aktivisti die Maske vom Gesicht.

11:00 – 4 Polizistis vor Haus, filmen, nach mehrfacher Aufforderung hören sie auf und gehen. Falls ihr gerade Zeit und Lust habt, kommt vorbei und supportet uns! Solidarisch vor dem Haus stehen hilft so viel!

10:20 – Zwei Polizistis vor dem Haus, unterhalten sich mit den 30 Aktivistis.

9:55 – Solidarität mit der Viehweidle 21 in Tübingen und der globalen Klimagerechtigkeitsbewegung Riseup 2020. Was man hinter den schönen Transpis nicht sieht sind die Massen an Frühstück die es noch gibt!

9:12 – Es wird gewerkelt, es wird gefrühstückt, es wird geredet. Kommt vorbei!

7:30 – Menschen vor dem Haus, vielen Dank für euren Support! Kommt vorbei und gestaltet mit (oder trinkt einfach nen Kaffee).

7:00 – Die Guntram 44 ist besetzt! Kommt vorbei und unterstützt uns durch eure Anwesenheit.

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