Solidarität mit der gerazzten Lu15!

Exemplarisch: Solifoto einiger Autonomer am Tag nach der Razzia gegen die LU15 von indymedia

 

Am 04. Februar wurde das aus der Besetzung entstandene Hausprojekt Lu15 in Tübingen von 70 Polizist_innen in Kampfmontur martialisch gestürmt. Vorwand war die Festnahme einer in der Lu15 lebenden Gefährt_in wegen dem Vorwurf der „versuchten Sachbeschädigung“. Dem vorangegangen war die bundesweite Hetze gegen Linke und auch in Tübingen nachdem die Lokalpresse immer wieder über widerständige Aktionen der letzten Wochen unter dem Titel „Anschlagsserie“ berichtete und den Diskurs um den ‚gemeingefährlichen Terror der Linken“ ähnlich wie in Leipzig in kleinerem Maßstab aufmachte.

Fröhlich unterstützt von Tübingens allseits bekanntem Lieblingshetzer Boris Palmer. Es fehlte eigentlich nur noch der berühmtberüchtigte Terror-Einkaufswagen.

Als dann 70 vermummte Polizist_innen das Haus stürmten und die Bewohner_innen angriffen, zeigten sich mal wieder die vermummten Gewaltbereiten von ihrer besten Seite. Neben der eigentlichen Razzia wurden die Festgenommenen 17 Stunden unter menschenunwürdigen Bedingungen in Polizeigewahrsam gehalten, weitere linke Orte wie das Autonome Zentrum Zelle in Reutlingen und weitere Hausprojekte während der Razzia polizeilich überwacht und die Antirepressionssponti mit großem Polizeiaufgebot einschüchternd begleitet. Die Lu15 ist immer wieder von staatlicher Repression betroffen, so wurde das Projekt zum Beispiel zusammen mit einerm weiteren Hausprojekt, der Schellingstraße 6, 2016 von der Polizei illegal videoüberwacht (https://meldestelle.mtmedia.org/).
Die Lu15 schrieb zur Razzia „: „Unsere Rechte wurden – wie wir es nicht anders von diesem Staat erwarten – mit Füßen getreten und das alles wegen des Vorwurfs einer versuchten Sachbeschädigung. 
Wir alle wurden durch diese Machtdemonstration des Staates abrupt aus unserem Alltag gerissen und werden noch einige Zeit brauchen, um die Geschehnisse zu verarbeiten. Dennoch lassen wir uns nicht  
einschüchtern und stehen weiterhin für ein besseres Leben für alle ein.“
Diese Polizeiaktion war ein ein klarer Angriff auf widerständige Strukturen in Tübingen und richtet sich gegen uns alle, die sich gegen zu hohe Mieten, für Freiräume, eine buntere Stadt und gegen die kapitalistische Verwertung unserer Leben zur wehr setzen.
Wir schicken solidarische kämpferische Grüße an die Lu15 und die von Repression Betroffenen in Tübingen – Wir stehen an eurer Seite!
diewg

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